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	<title>Indonesia 2014</title>
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	<description>Röbi, Ivo und Duro auf Reisen</description>
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		<title>Natur- und andere Katastrophen rund um den Krakatau</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2014 06:00:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Meine Reise neigt sich dem Ende zu und wir haben entschieden, die letzten Tage an der Westküste von Java zu verbringen. In den Westen der Insel verirren sich nur wenig Reisende, obwohl es einiges zu entdecken gibt, wie z.B. den berüchtigten Vulkan Gunung Krakatau. Von Borneo sind wir mit dem Flugzeug nach Jakarta geflogen und direkt wieder eingetaucht in den chaotischen Tumult der Grossstadt, die zu schnell wuchs als das sie ihrer Probleme Herr werden konnte. Wir entschieden uns, gar nicht erst in das Stadtzentrum zu fahren, da...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Reise neigt sich dem Ende zu und wir haben entschieden, die letzten Tage an der Westküste von <em>Java</em> zu verbringen. In den Westen der Insel verirren sich nur wenig Reisende, obwohl es einiges zu entdecken gibt, wie z.B. den berüchtigten Vulkan <em>Gunung Krakatau</em>. Von Borneo sind wir mit dem Flugzeug nach Jakarta geflogen und direkt wieder eingetaucht in den chaotischen Tumult der Grossstadt, die zu schnell wuchs als das sie ihrer Probleme Herr werden konnte.</p>
<p>Wir entschieden uns, gar nicht erst in das Stadtzentrum zu fahren, da dies aufgrund des Verkehrschaos schon eine Tagesreise für sich wäre. Stattdessen fuhren wir vom Flughafen direkt zum westlichen Busterminal, um der Megalopolis schnellstmöglich wieder zu entfliehen. Vor acht Wochen sass ich hier bereits mit Ivo im Bus eines lebensmüden Fahrers und das scheint eine javanesische Eigenheit zu sein, denn kaum sassen wir in einem Taxi, raste dieser los und quitschte mit 120km/h statt den erlaubten 40km/h über die Flughafenzufahrt. In dem lärmigen, geschäftigen Busterminal fanden wir wie durch ein Wunder den richtigen Bus und konnten einen erstaunlich vernünftigen Preis aushandeln.</p>
<p><span id="more-950"></span></p>
<p>Das Reisen mit dem öffentlichen Bus hat seinen Preis aber anderweitig, denn es ist heiss, langsam, rumplig und es gibt keine Gelegenheit Ruhe zu finden. Ich dachte immer, die Touristen werden von Strassenverkäufern belagert, doch die Einheimischen trifft es noch viel ärger. Während wir durch die Suburbs von Jakarta fuhren, sprangen ununterbrochen Verkäufer aller Art auf, die versuchten in Eilestempo ihren Krimskrams zu verkaufen, bevor der Bus zu weit davon fuhr. Zudem gesellten sich Strassenmusikanten dazu, die schräge Volkslieder trällerten, falsch auf der Gitarre spielten und auf die Sitze hämmerten. Dazu kurvte der Fahrer mit dem Riesencar um andere Strassenteilnehmer herum, als sässen wir in einem wendigen Sportwagen. Doch die Darbietungen waren sehr unterhaltsam und abenteuerlich und im Nu war die vierstündige Busfahrt um.</p>
<p>Wir landeten schlussendlich in Carita, einem ziemlich heruntergekommenen Dorf am Strand, welches allerdings schäbige Hotels mit erstaunlich teuern Zimmerpreisen vorwies. Wir lernten einen Deutschen und zwei Franzosen kennen, welche unbedingt den Krakatau Vulkan besuchen wollten, von dem ich so noch gar nichts gehört habe.</p>
<p>Scheinbar sollte man davon aber gehört haben, den der <em>Gunung Krakatau</em> steht auf der Topliste jedes Vulkanologen. Und das mit gutem Grund, da dessen Ausbruch einer der heftigsten Vulkanausbrüche der Neuzeit war. Die ganze Insel explodierte 1883 mit einer Kraft von mehreren tausend Atombomben, es schleuderte 20 km<sup>3  </sup>Gestein in die Luft und der Kollaps führte zu riesigen Tsunamis, bei dem 40m hohe Wellen alle Küsten in der Umgebung verwüsteten. Die Druckwelle wurde auf der ganzen Erdkugel gemessen und der Knall gilt als das lauteste, je registrierte Geräusch. 36&#8217;000 Menschen fanden dabei den Tod.</p>
<p>So viel unvorstellbare Superlativen wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und wir suchten einen Weg, die Überbleibsel des einst mächtigen Vulkans zu besuchen. Die Insel ist nur mit dem Boot zu erreichen und das ist mit hohen Kosten verbunden. Fredi, unser deutscher Bekannter setzte die halbe Welt in Bewegung, um ein bezahlbares Boot aufzutreiben und am nächsten Tag fuhren wir frühmorgens zur Insel Krakatau, die es so eigentlich gar nicht mehr gibt. Denn da wo einst ein Vulkan stand ist heute nur blaues Meer. Aus den Tiefen des Meeres hat sich in den letzen Jahren allerdings ein neuer Vulkan gebildet, der <em>Anak Krakatau</em>, der jedes Jahr um einige Meter wächst und regelmässig wieder Asche und Feuer ausspuckt.</p>
<p>Wir landeten am Strand des Babyvulkans und die Idylle liess nicht darauf schliessen, dass hier je eine Katastrophe stattfand. Wir wanderten entlang eines malerischen Strandes und über lauschige Waldpfade in die Höhe, bis die Bäume von schwarzem Geröll verdrängt wurden und wir freie Sicht auf die unwirtliche Landschaft hatten. Wir strauchelten durch den losen Vulkansand, der von riesigen Kratern gepflügt und von tiefen Furchen durchzogen war. Abgebrannte, dorre Bäume markierten die trostlose Todeszone.</p>
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<p>Einen Aufstieg zum Kraterrand wäre zu gefährlich, da diesem gefährliche Gase entweichen. Ohnehin war der letzte grosse Ausbruch erst vor zwei Jahren und ich stand auf frisch erkalteter Lava. Wir genossen die Aussicht auf die drei umliegenden Inseln, welche den kümmerlichen Rest der explodierten Vulkaninsel darstellten. Nach der Rückkehr zum Strand umfuhren wir den Vulkan mit dem Boot und schossen Bilder des bösen Bergs, dem auf der einen Seite eine tiefrote Zunge aus erstarrtem Magma aus dem Höllenschlund ragte. Der Vulkan war zwar ruhig, aber in meinem Endorphinhaushalt gab es aufgrund der Aussicht einige Erruptionen.</p>
<p>Nach einem Schnorchelstopp war es an der Zeit, die Rückreise anzutreten. Die Hinfahrt dauerte nur 1.5h doch die Rückreise sollte um einiges länger werden. Einer der Bootsmotoren war plötzlich ausgestiegen und so konnten wir nur noch mit halber Kraft fahren. Halbe Kraft &#8211; doppelte Fahrzeit. Dazu kam, dass das Wetter umschlug und sich der für rauhe See berüchtigen <em>Sunda-Strasse</em> gefährlich dunkle Wolken näherten. Die Wogen türmten sich immer höher auf und ich ahnte Böses. Unser kleines Vierplätzer-Motorboot wurde geschüttelt wie ein hilfloses Papierschiffchen und mit der gekappten Motorenleistung kamen wir kaum voran. Die Vulkaninsel wurde und wurde nicht kleiner und mir schien, als blieben wir an Ort und Stelle stehen. Als dann ein heftig peitschender Regen einsetzte war es dann vorbei mit der Heiterkeit und ich bekam es mit der Angst zu tun. Schliesslich habe ich zu wenig positive Erfahrungen mit den indonesischen Sicherheitsstandards gemacht, als dass ich mich beruhigen hätte können. Ein Funkgerät gab es logischerweise nicht und die erfolglosen Versuche der Crew, mit dem Handy ein Signal zu bekommen, waren wenig ermunternd. Immerhin gab es Rettungswesten. Ein weiterer Vorteil war, dass der Adrenalinausstoss die Seekrankheit verdrängte. Uns blieb nichts anderes übrig als zu warten und so schaukelten wir regendurchnässt im halbdefekten Boot und zählten die endlosen Minuten.</p>
<p>Irgendwann war der Vulkan nicht mehr zu sehen, allerdings war weit und breit auch kein Festland in Sicht und die Wellen schienen sich nicht legen zu wollen. Unser Guide grinste fortwährend und fand es überhaupt nicht schlimm, was mich zumindest ein bisschen beruhigen konnte. Als endlos später in weiter Ferne das Festland in Sicht kam, setzte auch schon die Dämmerung ein und die letzte Etappe fuhren wir in völliger Finsternis, denn Beleuchtung gab es auf dem Boot auch nicht. Als dann 300m vor der Küste auch noch das Benzin ausging, war die Katastrophenfahrt vollends zur Schreckensstory geworden. Von Hand pumpte der Franzose die letzten Tropfen Sprit in den Motor und wie durch ein Wunder erreichten wir doch noch die Küste. Welch Glück, dass der Treibstoff nicht schon eine Stunde vorher alle war. Noch nie war ich so froh, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben und nachdem sich die Crew entschuldigend verabschiedete, assen wir gemeinsam zu Abend und glückwünschten uns gegenseitig zum Überleben.</p>
<p>Wir entschieden uns, dass dies definitiv die letzte Bootstour für eine Weile war und genossen die letzten Tage unserer Reise eher unspektakulär am Strand. Nach Abreise unserer Bekanntschaften waren wir zwei definitiv die letzten Bule&#8217;s (Langnasen, Bleichgesichter) in der Gegend. Da ich literarisch auf dem Trockenen war, fuhren wir ins nächstgrössere Dorf, in der Hoffnung frischen Lesestoff besorgen zu können, doch ausser indonesischen Koranversionen gibt es hier gar nichts zu lesen, geschweige denn auf Englisch. Alles hier ist dreckig, lärmig, heruntergekommen und schlammverschmiert. Doch für einmal fühle ich mich hier auch in einem sehr authentischen Indonesien. Hier ist nichts auf englisch angeschrieben und meine bisherigen Errungenschaften in der indonesischen Sprache waren sehr hilfreich. Das Wetter war wechselhaft und erstmals auf meiner Reise war es für mehrere Tage regnerisch. Doch es klarte wieder auf und wir konnten nun noch einmal richtig Sonne tanken, bevor es zurück in die Schweiz geht.</p>
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<p>Am Wochenende verwandelte sich der so ruhige Strand schlagartig zu einer Pilgerstätte für indonesische Wochenendtouristen aus Jakarta. Busladungen mit Horden von Gästen bahnten sich den Weg in das kleine Dorf und der Strand war randvoll mit Indonesiern. Weit und breit waren wir die einzigen Westler und für die Urlauber eine grosse Attraktion. So war es schwierig, für einen Moment in der Sonne zu dösen, da unser Celebrity-Status leider die andauernde Bereitschaft für Fotosessions mit sich bringt.</p>
<p>Das war nun das letzte Kapitel dieser grossen Reise, denn nach unserer Erholung am Strand fahren wir morgen zurück in die Höhle des Löwen, in den urbanen Grossstadtdschungel von Jakarta. Dort füllen wir die restlichen Freiräume unserer Rucksäcke mit Souvenirs und treten die Heimreise in die Schweiz an. Es war eine wunderschöne, anstrengende, abenteuerliche Reise voller Erfahrungen und ich danke allen Lesern für eure positiven Rückmeldungen!</p>
<p>Bis zur nächsten Reise!</p>
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		<title>Tief im Regenwald auf Tuchfühlung mit dem König der Baumkronen</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Aug 2014 05:02:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im Regenwald von Borneo haben wir eindrückliche Begegnungen mit der Tierwelt erlebt. Allem voran natürlich die Sichtung der Orang Utans. Noch nie war ich einem Menschenaffen so nah! Nachdem wir in Pangkalan Bun, im Südwesten von Kalimantan gelandet sind, wurden wir direkt am Provinz-Mini-Flughafen abgeholt und fuhren zum Hafen von Kumai, wo ein Klotok-Boot auf uns wartete. Klotoks sind kleine Hausboote die vier bis sechs Gästen und einer Crew Platz bieten. Uns blieb nur wenig Zeit, einige Kleinigkeiten einzukaufen, denn schon bald legten wir ab. Wir waren nur...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Regenwald von Borneo haben wir eindrückliche Begegnungen mit der Tierwelt erlebt. Allem voran natürlich die Sichtung der <em>Orang Utans</em>. Noch nie war ich einem Menschenaffen so nah! Nachdem wir in<em> Pangkalan Bun</em>, im Südwesten von Kalimantan gelandet sind, wurden wir direkt am Provinz-Mini-Flughafen abgeholt und fuhren zum Hafen von Kumai, wo ein <em>Klotok</em>-Boot auf uns wartete. <em>Klotoks</em> sind kleine Hausboote die vier bis sechs Gästen und einer Crew Platz bieten.</p>
<p>Uns blieb nur wenig Zeit, einige Kleinigkeiten einzukaufen, denn schon bald legten wir ab. Wir waren nur vier Gäste an Bord, Ein in Spanien lebender Franzose, seine Partnerin aus Jakarta und wir zwei. Begleitet wurden wir vom Bootscaptain, einem Guide (ich weiss seinen Namen nicht, aber lass uns ihn fortan <em>Joe</em> nennen, so heissen hier alle), einem weiteren Matrosen und einer Köchin.</p>
<p><span id="more-943"></span></p>
<p>Gemächlich zogen wir über das braune Flusswasser im Hafen und der Motor tuckerte gemütlich. Allmählich bin ich an die Schiffsfahrten gewohnt, da ich in den letzten Wochen fast so oft auf See war wie an Land. Seekrankheit wurde mir hier allerdings nicht zum Problem, da es auf den Flüssen kaum Wellen gibt und das Klotok ruhig im Wasser lag. Wir verliessen die offene Bucht und bogen in eine Schneise im Wald ein: Die Eingangspforte zum Nationalpark Tanjung Puting. Das 4000km² grosse Naturschutzgebiet liegt am südwestlichen Zipfel von Kalimantan und ist eines der letzten Reservate, in dem Orang Utans und andere bedrohte Wildtiere um ihr Überleben kämpfen. Der Regenwald in Borneo ist arg bedroht durch Holzbau, Brandrodungen und Palmölplantagen. Die Nationalparks können dieser Zerstörungswut zwar zum Teil Einhalt gebieten, doch es wird nachwievor illegal gerodet und Jagd auf bedrohte Arten betrieben.</p>
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<p>Zu Beginn unserer mehrtägigen Bootsfahrt fuhren wir auf einem breiten Kanal, der auf beiden Seiten durch Palmengestrüpp gesäumt war. Mit der Zeit wurden die Bäume allmählich immer grösser und wir drangen tiefer in den Regenwald ein. Hinter den Palmen erschienen erste, grosse Tropenbäume und wir schärften unseren Blick auf der Suche nach möglichen Waldbewohnern. Die Orang Utans leben tiefer im Wald, so waren wir am ersten Tag auf der Suche nach den Nasenaffen, einer weiteren, stark bedrohten Affenart, die es nur in Borneo gibt.</p>
<p>Die Nasenaffen bevorzugen, die Nacht an den Flussufern zu verbringen, was uns natürlich sehr gelegen kam. Gegen den späteren Nachmittag tauchten sie überall auf den Bäumen rund um uns herum auf. Die Nasenaffen sind unverkennbar, da sie eine riesige, birnenförmige Nase haben, die aussieht als hätten sie einen Penis mitten im Gesicht &#8211; verzeiht mir den Ausdruck. Unser Guide Joe hatte ein ausgezeichnetes Auge für das Wildleben und führte uns zu perfekten Plätzen für gute Fotosujets.</p>
<p>Unterwegs kosteten wir von weiteren, exotischen Früchten, z.B. von einer eigenartigen, glibbrigen Masse im inneren eines medizinballgrossen Tannenzapfens, der an den Palmen wuchs. Mit der Dämmerung sprühten wir uns von Kopf bis Fuss mit Mückenspray ein, denn im malariaverseuchten Borneo und abgeschnitten von jeglicher Zivilisation wollten wir keine Risiken eingehen. Schon bald legten wir uns unter das Moskitonetz, lasen in unseren spannenden Romanen und lauschten den gefürchigen und fremden Geräuschen, die aus dem Dschungel zu uns drangen.</p>
<p>Am nächsten Morgen gingen wir an Land, um auf die Suche nach den grossen Jungs im Wald zu gehen. Wir waren alle ganz gierig darauf, einen Orang Utan zu entdecken und ich war unsicher ob wir denn auch welche finden würden. Meine Zweifel lösten sich bald in Luft auf, denn es dauerte keine zehn Minuten, bis wir den ersten, haarigen Verwandten trafen. Und was für einer! Wir waren gleich zu Beginn auf ein altes Männchen gestossen, wobei &#8220;Männchen&#8221; etwas irreführend klingt. Der majestätische alte Affenkönig hatte Arme wie Baumstämme und einen massigen Körperbau. Er schien allerdings kaum interessiert, uns zu imponieren und stopfte sich gemächlich eine Banane nach der anderen ins Maul.</p>
<p>Die Orang Utans im Tanjung Puting Nationalpark sind nur bedingt als wild zu bezeichnen. Zwar leben sie hier frei, doch sind die Meisten Teil eines Rehabilitationsprojektes, bei dem aus der Gefangenschaft befreite Jungtiere und von Palmölplantagen vertriebene Exemplare versuchsweise wieder in der Wildnis angesiedelt werden. Diese sind bereits an die Menschen gewöhnt und trauen sich daher sehr nah an uns ran. Für die Besucher ist dies natürlich wunderschön, denn man kommt den Tieren näher als selbst im Zoo. Der behäbige, alte Papa Brumm-Affe stand kaum zwei Meter neben uns.</p>
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<p>Wir wanderten weiter durch den Tropenwald, auf dem Weg zu einer Fütterungsstation. Hier werden die Affen weiterhin gefüttert und mir war nicht ganz klar, inwiefern dies zur Auswilderung der Tiere beiträgt. Sobald die Bananen und die Milchschüsseln bereitstanden, raschelte es überall in den umliegenden Baumkronen und einige Orang Utans der lokal ansässigen Familie bahnten sich behäbig den Weg durch den Blätterwald. Was dann folgte, war eine einzige Fressorgie, denn die Affen waren fortan damit beschäftigt, so viele Bananen in den Mund zu stopfen, wie nur irgendwie möglich reinpassten. Und das sind viele! Ein Affenmami hat es geschafft, sechs Bananen auf einmal zu bodigen, bevor sie sich wieder auf einen Baum zurückzog. Am Bauch der Affenmamis hingen zuckersüsse kleine Affenbabies, die mit neugierigem und verstohlenem Blick zu uns rüber blinzelten.</p>
<p>Wir beobachteten das Treiben lange und versuchten, die besten Momente für ein Foto zu erhaschen. Natürlich waren wir nicht ganz alleine und es sammelte sich eine Heerschar Touristen an. Zwischendurch verschwanden wir allerdings mit einem mulmigen Gefühl auf den umliegenden Pfaden im Wald. Wir waren nicht ganz sicher, ob Papa Brumm-Affe immer noch so friedlich bleibt, wenn er uns alleine im Wald erwischt. Joe pfiff uns schon bald zurück und wir wanderten wieder zu unserem Boot. Auf dem Weg begegneten wir noch einigen Riesenameisen und noch riesigeren Spinnen! Als unser Guide dann auch noch erzählte, es gebe hier viele Taranteln, konnte ich nicht schnell genug wieder an Bord kommen.</p>
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<p><iframe src="//www.youtube.com/embed/F0s4Ev2FJCg?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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<p>Joe stammt aus einem Dayak-Stamm, das sind die Ureinwohner von Borneo. Ohnehin scheinen wir einen super Guide ewischt zu haben, den Joe hat vor seiner Fremdenführerkarriere elf Jahre im Nationalpark gearbeitet und kannte alle Orang Utans beim Namen und war sehr vertraut mit ihnen. Durch ihn erfuhren wir viele spannende Dinge über die Tiere. Am Nachmittag besuchten wir eine weitere Fütterungsstation, doch schon auf dem Weg begegneten wir einer Vielzahl frecher Affen, die um das Camp herumlungerten und den Forschern die Jeanshosen von der Wäscheleine stibizten. So hautnah konnte ich noch nie Wildtiere erleben, denn die Affen liefen um uns herum und hingen kaum zwei Meter über uns in den Ästen. Unter die Orang Utans gesellte sich auch ein lustiger, frecher kleiner Gibbon, der mit tolpatschigen Bewegungen um die Fütterungsplattform herumtanzte und den besten Moment abwartete, um den grossen Jungs ein paar Bananen zu stehlen.</p>
<p>Der Besuch bei den Orang Utans war ein atemberaubendes Erlebnis, ich hätte nicht gedacht, dass wir den Tieren so nahe kommen. Auch der Bootstrip war sehr angenehm und unsere Köchin zauberte jeden Tag ein fabelhaftes Essen auf den Tisch, auch wenn die Kombüse unter Deck so klein war, dass man nicht einmal aufrecht darin sehen kann. Es ist schwierig, die Eindrücke in Worte zu fassen und am besten lasse ich die Bilder für sich sprechen. Das sind keine Bilder aus dem Internet sondern tatsächlich Fotos von Affen, die direkt vor uns standen!</p>
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<p>Am dritten Tag schipperten wir wieder zurück zum Hafen von <em>Kumai</em> und wir waren noch unschlüssig, wie unsere Reise weitergehen sollte. Da das Abenteuer Indonesien sich bald zu Ende neigt, wollen wir die letzten Tage noch an einem schönen Strand verbringen. Wir hatten vor, noch weiter in Kalimantan zu bleiben, doch wegen der fehlenden Infrastruktur muss man hier ständig auf das Flugzeug zurückgreifen. Der Trip zu unserem Traumziel im Nordosten hätte mehrere Flüge benötigt und so verzichteten wir darauf, noch mehr Zeit, Geld und CO2 zu verschwenden. Wir entschieden uns, direkt nach Jakarta zurück zu fliegen und unsere letzen Tage in Java zu verbringen. So können wir weitere Flugreisen auslassen und eine Menge Geld sparen. Und im Westen von Java gibt es noch einige unentdeckte Leckerbissen! Werden wir noch weitere Vulkane besteigen? Java Nashörner aufspüren oder nochmals in die Tiefen des Ozeans tauchen?</p>
<p>Bis bald zum letzten Abenteuerbericht aus den Archipeln Asiens!</p>
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		<title>Exotische Früchte, farbenfrohe Kultur und bittere Armut</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Aug 2014 10:13:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nach ausgiebiger Erholung auf den Gili Islands war es Zeit das letzte Kapitel meiner Reise aufzuschlagen und in die Tiefen des Regenwaldes von Borneo vorzudringen. Dort sollen wir die Chance haben, die letzen frei lebenden Orang Utans zu sichten und auf fremdartige Kulturen zu stossen. Noch war es aber nicht so weit, denn wir waren noch in einem ganz anderen Teil des Inselreiches. Die Reise nach Kalimantan, so heisst der indonesische Teil von Borneo, gestaltete sich trotz langer Recherche als aufwändig und kostspielig. Abermals mussten wir einen Zwischenstopp...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nach ausgiebiger Erholung auf den <em>Gili Islands</em> war es Zeit das letzte Kapitel meiner Reise aufzuschlagen und in die Tiefen des Regenwaldes von Borneo vorzudringen. Dort sollen wir die Chance haben, die letzen frei lebenden Orang Utans zu sichten und auf fremdartige Kulturen zu stossen. Noch war es aber nicht so weit, denn wir waren noch in einem ganz anderen Teil des Inselreiches. Die Reise nach <em>Kalimantan</em>, so heisst der indonesische Teil von Borneo, gestaltete sich trotz langer Recherche als aufwändig und kostspielig.</p>
<p>Abermals mussten wir einen Zwischenstopp in Kuta (Bali) einlegen, um am nächsten Tag weiterzufliegen. Im <em>Kubu Hotel</em> bin ich mittlerweilen ein bekannter Stammgast, schliesslich bin ich ja schon das dritte Mal da innert einem Monat! Am nächsten Tag führte unsere Flugroute zuerst über Surabaya und schliesslich nach <em>Banjarmasin</em> im Südosten von Kalimantan. Neue Insel – Neue Welt. Kaum fünfhundert Kilometer weit weg von Bali und doch ist hier vieles grundverschieden. Die Touristen sind reichlich dünner gestreut und wir sind nur selten auf eine andere Langnase gestossen.</p>
<p><span id="more-812"></span></p>
<p>Nachdem wir den Flug schadlos überstanden haben fuhren wir mit dem Taxi ins Zentrum der mittelgrossen, von Kanälen durchzogenen Stadt. Teils wird Banjarmasin sogar das „Venedig von Asien“ genannt, was ich aber für etwas übertrieben halte, denn die Stadt hat dank der raschen Modernisierung doch einiges an Charme verloren. Allerdings wurde mir schnell ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert, da wir hier wieder Exoten waren und pausenlos mit Lächeln, Winken und Händeschütteln beschäftigt wurden. Aus jedem Auto und von jedem Roller wurde uns zugewinkt und „Hello, Mister!“ gerufen. Das Lächeln und die Freundlichkeit der hiesigen Anwohner sind ganz anders als die geheuchelte Gastfreundschaft der Verkäufer in den Touristenorten Balis.</p>
<p>Wir kamen in einem eigenartigen, skurillen Hotel unter, welches aus lauter farbigen grossen Hallen besteht, die mit verschiedensten Treppenhäusern und Wendeltreppen verbunden sind. Es scheint, als wurde nach Lust und Laune in alle Richtungen gebaut. In Kalimantan befanden wir uns wieder auf streng muslimischem Territorium und schon bald schallten die Rufe des Muhezzins wieder aus allen Richtungen. Übrigens ist auch in ganz Kalimantan der Alkoholkonsum verboten, es gibt hier also kein Bier.</p>
<p>Da es trotz Trockenzeit stark regnete, befassten wir uns erst einmal mit der Planung unserer nächsten Tage und trafen uns mit Joe, einem uns empfohlenen Guide. Wir organisierten unsere Weiterreise in den Regenwald, die sich als unflexibel und teuer herausstellte. Joe allerdings war ein liebenswürdiger Mann, der übrigens einmal für ein halbes Jahr in St. Gallen gearbeitet und Ruderbote gebaut hat. Am frühen Abend waren wir gemeinsam aus um in einer düsteren Spelunke Billiard zu spielen, natürlich ohne Bier! Danach stiegen wir schon bald durch das Labyrinth von Wendeltreppen in unser Gemach, denn am nächsten Tag mussten wir früh aus den Federn.</p>
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<p>Wir haben einen Ausflug zu den „Floating Markets“ organisiert, einem traditionsreichen, lokalen Markt, der sich auf den Flüssen und Kanälen der Stadt abspielt. Da die Zutaten zum Frühstück rechtzeitig da sein wollen, beginnt das Spektakel früh morgens und um 5:30 ging es bereits los. Akhmed, ein altes, humpelndes Mannli hat uns anerboten, uns den Flussmarkt zu zeigen. Im Dunkeln fuhren wir mit einem kleinen Boot los und schipperten über den <em>Martapura River</em>. Der Markt fand ausserhalb der Stadt in den Dörfern statt und so fuhren wir für eine Stunde dem Sonnenaufgang entgegen. An den Ufern des Kanals stapelten sich baufällige Hütten übereinander, welche den Ärmsten der Armen ein Zuhause bieten. Die lottrigen Blechbaracken standen teilweise so schief über dem Wasser, das man meinen würde, sie zerfallen bei der nächsten Berührung. Einige der Hütten lagen auch schon zerschellt zur Hälfte im Wasser. Mit den ersten Sonnenstrahlen brach der Tag an für die Anwohner, welche sich am Fluss badeten oder ihre Kleider wuschen. Die Menschen hier mögen arm sein an Besitz, nicht aber an Gastfreundschaft, denn auch hier mussten wir eifrig winken und wurden schon von weitem herzhaft begrüsst.</p>
<p>Schon von der Ferne konnten wir das emsige Treiben entdecken, welches sich auf dem Fluss abspielte. Dutzende von Booten drängten sich zu einer schaukelnden Versammlung zusammen, die in einem wilden Durcheinander auf dem Fluss trieb. Die kleinen Langboote waren bis zum Rand befüllt mit Orangen, Mandarinen, Bananen, Nüssen und anderen fremdartigen Früchten. Jedes Boot wurde von einem alten Fraueli gesteuert, welches gleichzeitig auch die Käufe und Verkäufe tätigte. Zuerst war uns nicht ganz klar, wie der Markt funktioniert, da scheinbar alle dasselbe anboten und es wohl wenig Sinn macht, die Orangen im Kreis herum zu verkaufen. Bald schon stellten wir aber fest, dass es auch allerlei kleine Boote gab, die andere Waren feilboten. Bananenblätter, Gemüse, Holzbesen, Schnüre und Seile, frische Fische, Krebse, Tücher, Töpfe und allerlei nützliche Dinge.</p>
<p>Die geschäftstüchtigen alten Tratschweiber feilschten hart und diskutierten ausgiebig. Unablässig wurden Körbe gegen Münzen ausgetauscht und Hühner wechselten die Besitzerin. Mittendrin trieben wir mit unserem Holzböötli durch den farbenfrohen, schwimmenden Markt und beteiligten uns zögernd am Geschäft. Experimentierfreundig stellten wir uns unser Frühstück aus verschiedensten Leckerbissen, wie z.B. frittierten Bananen, Manderinen, Rambutan und neuen unbekannten, exotischen Früchten zusammen. Z.B. „Zirzak“, eine handballgrosse Frucht mit stachliger Haut und saftigsüssem Fruchtfleisch, welches nach einer Mischung aus Ananas und Litschi schmeckt.</p>
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<p>Die Erfahrungen auf dem farbigen Markt waren wunderschön und sehr eindrucksvoll. Hier schien ich eine authentische Portion Kultur gefunden zu haben. Auch die Armut an den Küsten des Flusses war eindrücklich und stimmte mich nachdenklich. Zurück in unserem kunterbunten Hotel holten wir erst einmal unseren Schlaf nach. Linda, die Betreiberin des Hotels erzählte uns von zwei Schweizerinnen, welche gerade von einem Urwaldtrekking zurückkehrten und meinte, wir sollten uns doch treffen. Wir fanden die Beiden nicht weit von unserer Bleibe an einer Strasse mit Essensständen. Nachdem wir uns über unsere Reisen und Pläne ausgetauscht haben, beschlossen wir die Moschee zu besuchen, welche eine der grössten in Indonesien sein soll. Diese zu finden war nicht besonders schwierig, da wir einfach dem ohrenbetäubenden Muhezzingesang folgen mussten.</p>
<p>Die Moschee sah gar nicht aus, wie man sich eine Moschee vorstellt, sondern eher wie ein arabisch angehauchtes Raumschiff, das von einem fernen, osmanischen Planeten auf einen Abstecher vorbeigekommen ist. Die Besucher sahen allerdings sehr wohl muslimisch aus und die Mädchen trugen weisse Gewänder und Kopftücher und die Männer diese muslimischen Hüte, die man hier so oft sieht.</p>
<p>Wir trugen wohlüberlegt lange Hosen und die beiden Schweizerinnen verhüllten sich so gut es ging. Mit den Fingern in den Ohren passierten wir die krächzenden Lautsprecher an den Aussentürmen und näherten uns mit einem mulmigen Gefühl der Moschee. Scheinbar war gerade ein Gottesdienst (Sagt man das beim Islam auch so? Verzeiht mein Unwissen) im Gange und wir wussten nicht, ob wir willkommen waren. Mit gebührendem Abstand beobachteten wir andächtig die Vorgänge und lauschten den Korangesängen mit ihren uns verborgenen Bedeutungen. Wir fühlten uns etwas fehl am Platz und zogen uns bald zurück, während die beiden Mädchen noch für einige Fotosessions gebraucht wurden.</p>
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<iframe src="//www.youtube.com/embed/8sDSvOenh-Q?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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<p>Die Abende hier sind ruhig und wir vertrieben uns die Zeit mit Lesen, Billiard und <em>Yatzi</em> spielen. Am nächsten Tag war es schon wieder an der Zeit, weiter zu ziehen. Da das Gelände hier unwegsam und die Strecken weit sind, mussten wir erneut ein Flugzeug in Anspruch nehmen. Fliegen ist hier allerdings weitaus weniger kompliziert, als wir uns das in der Schweiz gewohnt sind und gleicht eher einer Busreise. Man geht zum Flughafen, steigt in ein Flugzeug, fliegt hin und steigt wieder aus. Allfällige Sicherheitskontrollen und Wartezeiten beschränken sich auf ein Minimum. Diesmal flogen wir mit <em>Trigana Air</em> in einer Propellermaschine von Banjarmasin nach <em>Pangkalan Bun</em>, von wo unsere Entdeckungsreise zu den Orang Utans starten soll. Nach einer Stunde landeten wir bereits auf der Schotterpiste in Pangkalan Bun und waren heilfroh, ohne Zwischenfall gelandet zu sein. Der Flughafen hat nur Platz für ein Flugzeug und war etwa so gross wie der Bahnhof Seuzach.</p>
<p>Hier wurden wir bereits erwartet, denn unser <em>Klotok</em> Boot sollte bald starten, um auf dicht umwachsenen Wasserpfaden in den Urwald einzutauchen und einer Menge Affen zu begegnen, doch mehr dazu im nächsten Beitrag!</p>
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		<title>Die Weiterreise und zwei kühle Bier auf Eis gelegt</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Aug 2014 16:17:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem wir unsere Sachen an der Ostküste gepackt hatten, sagten wir Lebewohl zum paradiesischen Strand und zogen direkt mit dem Schnellboot weiter auf die kleine Insel Gili Trawangan. Doch es war wie vom Regen in die Traufe, oder besser gesagt: von der Apfeltorte zum Schokokuchen! Die drei Gili Inseln, die vor der Küste Lomboks liegen, sehen aus wie aus dem Ferienprospekt herauskopiert! Perlweisse Sandstrände, türkisblaues, kristallklares Wasser und lauter kleine Boote, die sich vor der Küste tummeln. Die Infrastruktur der drei Inseln hat sich den Vorlieben der Besucher...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir unsere Sachen an der Ostküste gepackt hatten, sagten wir Lebewohl zum paradiesischen Strand und zogen direkt mit dem Schnellboot weiter auf die kleine Insel <em>Gili Trawangan</em>. Doch es war wie vom Regen in die Traufe, oder besser gesagt: von der Apfeltorte zum Schokokuchen! Die drei Gili Inseln, die vor der Küste <em>Lomboks</em> liegen, sehen aus wie aus dem Ferienprospekt herauskopiert! Perlweisse Sandstrände, türkisblaues, kristallklares Wasser und lauter kleine Boote, die sich vor der Küste tummeln.</p>
<p>Die Infrastruktur der drei Inseln hat sich den Vorlieben der Besucher nach hierarchisch gegliedert: Auf <em>Gili Trawangan</em> ist die Hölle los, auf <em>Gili Air</em> findet man eine angenehme Mischung aus Barbetrieb und Idylle und auf<em> Gili Meno</em> fühlt man sich wie ein Schiffsbrüchiger auf einer einsamen Tropeninsel oder wie Tom Hanks im Film <em>Cast Away</em>.</p>
<p><span id="more-745"></span></p>
<p>Idylle hatten wir bereits zur Genüge und so landeten wir erst einmal in Gili Trawangan (oder &#8220;Gili Trrawualalangaah&#8221; für die besoffenen Aussies), der berüchtigten Backpacker-Partyinsel von Indonesien. Die Insel hat aber weit mehr zu bieten als nur aufregende Partynächte. Was einem gleich zu Beginn auffällt ist die Abwesenheit des allgegenwärtigen Lärms der Motorräder, denn die Gili&#8217;s sind verkehrsfrei. Zur Rushhour muss man höchstens einigen Fahrrädern oder Pferdekutschen ausweichen. Überhaupt war die Stimmung bei unserer Ankunft sehr gemütlich und verdächtig ruhig, wahrscheinlich waren alle Partytiger noch in der Ausnüchterungsphase. Auf der Insel, die so klein ist, dass man sie in zwei Stunden zu Fuss umrunden kann, reihen sich am Strand dutzende Bars, Restaurants und kleine Läden aneinander, gespickt mit allerlei kleinen Ständen, die Früchte und andere Leckereien feil bieten. Authentische Kulturerlebnisse sucht man hier vergebens, aber deswegen kommt man auch nicht auf die Gili&#8217;s.</p>
<p>Allerdings ist Hochsaison und nahezu alle Unterkünfte sind ausgebucht oder werden zu horrenden Preisen angeboten. Es hat eine Weile gedauert, bis wir dann doch eine bezahlbare Unterkunft fanden. Wir taten, was man hier eben tut und legten uns an den wunderschönen Sandstrand. Dies sollte nicht das letzte Mal gewesen sein während unseres Aufenthaltes. Gegen Abend erwachte die Insel immer mehr zum Leben und nach und nach begannen die Lautsprecher zu wummern. Ich war überrascht von der guten Musik, da feinste europäische, elektronische Beats gespielt werden, statt den immer gleichen Charts.</p>
<p>Am Abend des ersten August fanden wir uns mitten in einer riesigen, wilden Beach-Raveparty wieder. Es gab Feuerwerk, Elektrobeats, Feuershows und eine Menge crazy Leute die barfuss auf dem Sand tanzten. Die Musik war laut, das Bier günstig und die Mädchen schön. Ich muss sagen, der Ersatz für den verpassten Schweizer Nationalfeiertag und die Streetparade war mehr als gerecht!</p>
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<p>Gili Trawangan ist auch ein kulinarisches Schlaraffenland. Wenn auch etwas teuer, so bietet die Insel doch eine riesige Anzahl feiner Restaurants, Bistros, Bäckereien und einen Nightmarket, auf dem man sich sein Abendessen selber zusammenstellen kann aus Hühnchenspiessen, gebratenem Reis, frisch gegrilltem Fisch, Meeresfrüchten, Frühlingsrollen und auf was immer man noch Lust hat. Es gab sogar ein gefährlich feines Dessertbuffet auf dem Markt. Überall gibt es frische Fische und Meeresfrüchte in Hülle und Fülle.</p>
<p>Am nächsten Abend war uns nicht schon wieder nach Feiern zumute und wir suchten eine alternative Abendbeschäftigung. Passend für unseren Relax-Abend fanden wir ein Outdoor-Kino direkt am Strand, wo man unter Sternenhimmel Filme geniessen kann. In so einem schönen Kino bin ich noch nie gesessen und das für 4 Franken, Getränk inklusive. Nach dem Film wollten wir noch ein Bierchen trinken gehen, was sich als fataler Fehler erwies. Bei eben genannter Tätigkeit lernten wir einen sehr trinkfreudigen Schotten kennen und Schotten sind ja für eben genannte Tätigkeit sehr bekannt. Dieser dachte nicht im Traum daran, uns jetzt schon heimgehen zu lassen und daraus wurde auch nichts. Auf jeden Fall wurde es erneut eine lange und sehr amüsante Nacht <img src="https://indonesia.robertkrieg.ch/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif" alt=":)" class="wp-smiley" /> </p>
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<p>Die darauffolgenden Tage unterschieden sich nicht sonderlich, wir genossen die Erholung am Strand, schwammen im türkisblauen Meer und stopften uns die Bäuche voll. Wir lagen auf dem weissen Sand und reduzierten unsere Bewegungen auf ein Mininum. Wir spielten jeweil ausgiebige Runden Schere-Stein-Papier darum, wer dem andern die Tasche reichen oder an der Bar eine Cola ordern muss. Unterdessen habe ich einen weiteren 400-Seiten Schunken gebodigt und suche mir einen neuen Roman. Einen solchen findet man problemlos in einer der Bookshops, wo Occasionbücher gekauft oder getauscht werden können. Wir konnten dem Schotten und seinen Artgenossen entfliehen und waren für einmal bei Zeiten in den Federn.</p>
<p>Am nächsten Tag schafften wir wenigstens ein Minimum an Aktivität und liehen uns ein Schnorchelset aus. Der Aufwand (Aufstehen und 20m zum Schnorchenstand laufen!!) war immens, hat sich aber mehr als gelohnt! Es dauerte nicht lange und wir erblickten die erste Meeresschildkröte, die ein paar Meter unter uns vorbeitauchte. Wir konnten uns immer mehr annähern und schlussendlich schwamm ich für eine Weile gut einen Meter neben einer Schildkröte her. Wir entdeckten noch ein halbes Dutzend weitere der stolzen Meeresgeschöpfe, die bis zu einem Meter lang waren. Die Kamera war leider nicht dabei und daher gibt es Schildkrötenfotos leider nur aus der Aufzuchtsstation. Duro ist unterdessen geplagt von Magenbeschwerden und Durchfall und mir tut mein Schultergelenk weh, warum auch immer. Vielleicht sind unsere Körper langsam aber auch wieder gierig nach neuen Abenteuern.</p>
<p>Am letzen Tag entschlossen wir uns noch einen Abstecher auf eine weitere Gili-Insel zu unternehmen. Diese liegen so nahe beieinander, dass man sich ernsthaft überlegt rüberzuschwimmen, was aber aufgrund der Strömungen zu gefährlich wäre. Mit dem Boot setzten wir zu Gili Meno über. Hier beschränkt sich die Infrastruktur auf das Allernötigste und man wähnt sich auf einer einsamen, romantischen Tropeninsel. Gili Meno ist 360° von feinkörnigem, weissem Sandstrand und Korallenriffen umgeben. Das Wasser wechselt so harmonisch zwischen türkis und dunkelblau ab, dass man meinen könnte, die Inselbewohner hätten blaue Farbkübel ins Meer gekippt. Hier haben wir unserer Bräune und unseren Krimis gefröhnt und wieder einmal einen Tag am Strand verbracht.</p>
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<p>Morgen ist dann aber fertig mit Faulenzen, schliesslich ist es für euch Leser wenig interessant, wenn wir nur in der Sonne liegen! Und mich selbst reizt es unlängst wieder, neue verborgene Welten zu entdecken. Unterdessen haben wir unsere Weiterreise geplant und diese verspricht gehörig neue Abenteuer. Für das letzte Kapitel meiner Indonesienreise fliegen wir nach <em>Borneo</em>, in das Herz des Regenwaldes. Hier gibt es keine Strandbars und Outdoorkinos, dafür Spinnen, Schlangen, Kannibalen und Raubkatzen. Und noch viel wichtiger: Hier gibt es Einige der letzen frei lebenden Orang-Utans. Und diese möchte ich unbedingt sehen, wenn wir denn das Glück haben, einen zu entdecken. Das Reisen in diesen entlegenen Gegenden ist allerdings zeitaufwändig und kostspielig und ich hoffe, dass alles funktioniert wie geplant oder zumindest, dass wir nicht aufgefressen werden!</p>
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		<title>Eintauchen und Abtauchen: Auf Schatzsuche am Meeresgrund</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Aug 2014 09:32:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kaum bin ich in Flores angekommen, musste ich auch schon wieder zurück nach Bali fliegen. Da traf ich auf Duro und wir haben unterdessen einiges erlebt, sowohl unter, als auch über dem Meeresspiegel. Doch zuerst sorgte ich mich um mein Leben, stand mir doch eine Flugreise bevor, die mir nach all den schlechten Nachrichten wenig behagte. Auf dem Rücksitz eines Töffs holperte ich über den Kiesweg zu einem kleinen Schuppen, der entfernt an einen Flughafen erinnerte. Optional schleuste ich mein Gepäck durch die Sicherheitskontrolle, ich hätte auch einfach...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum bin ich in Flores angekommen, musste ich auch schon wieder zurück nach Bali fliegen. Da traf ich auf Duro und wir haben unterdessen einiges erlebt, sowohl unter, als auch über dem Meeresspiegel. Doch zuerst sorgte ich mich um mein Leben, stand mir doch eine Flugreise bevor, die mir nach all den schlechten Nachrichten wenig behagte.</p>
<p>Auf dem Rücksitz eines Töffs holperte ich über den Kiesweg zu einem kleinen Schuppen, der entfernt an einen Flughafen erinnerte. Optional schleuste ich mein Gepäck durch die Sicherheitskontrolle, ich hätte auch einfach die Tür nebenan benutzen können. Nach manuellem Einchecken konnte ich zu Fuss zu der rostigen Maschine laufen, die mich hoffentlich sicher zurück in den Westen trägt. Dass die Airline in Europa auf der Blacklist steht, versuchte ich aus meinem Gedächtnis zu streichen.</p>
<p><span id="more-689"></span></p>
<p>Der Flug verlief dann allerdings problemlos und ich konnte durch das Fenster all die Inseln beobachten, die ich vor kurzem noch umsegelte. Zurück in Bali traf ich gleich am Flughafen auf Duro, der nur eine halbe Stunde vor mir von seiner langen Reise aus der Schweiz eintraf. Wir begrüssten uns herzlich und verbrachten den ersten Abend in Kuta, den Ort kenne ich ja mittlerweile auswendig.</p>
<p>Am frühen nächsten Morgen (Die Sonne stand längst am Zenit) machten wir uns auf, einen gemeinsamen Freund aus der Schweiz zu besuchen, der in <em>Nusa Dua</em> in den Ferien verweilt. Wir schnappten uns ein Taxi und wurden in einem Luxusresort abgesetzt. Hier trafen wir unseren Freund Carnazza und genossen die Sonne am Strand. Später am Tag „crashten“ wir das Luxushotel und benützten die Hotelanlagen und den riesigen Swimmingpool, stets darauf bedacht wie Hotelgäste zu wirken. Als ich – der Ballprofi – mit dem Fussball eine Hängelampe von der Decke holte, war es dann langsam an der Zeit wieder zu verschwinden.</p>
<p>Wir fuhren zurück in normalsterbliche Gefilde, zusammen mit Carnazza und seiner Freundin. An einem Fruchtstand von Einheimischen liessen wir uns frische, unglaubliche leckere Fruchtdrinks mixen. Darunter einige Früchte, die ich gar nicht kenne, aber wahnsinnig gut sind. 50 Rappen das Glas!</p>
<p>Mit einer Überdosis Vitamin C strauchelten wir erneut durch das Nachtleben von Kuta, mit dem ich ja bereits bestens vertraut bin. Zuerst allerdings sorgten wir uns weiter um unser Wohlbefinden und buchten allerlei Wellnesspakete, die man sich zuhause nie leisten könnte. So habe ich nun Pedicure &amp; Manicure im Repertoire meiner Erfahrungen und liess mir meine jungfräulichen Nägeli von einer hübschen Balinesin knipsen, die sich scheinbar auf der Stelle in mich verliebt hat. Unsere auf den nächsten Tag geplante Weiterreise wurde um einen Tag verschoben, da erst einmal Erholung von Jetlag &amp; Partyleben nötig war.</p>
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<p>Gut ausgeschlafen machten wir uns dann auf den Weg und reisten mit einem Dutzend Bussen an die Ostküste von Bali. In dem kleinen Dorf <em>Jemeluk</em> an der Küste von <em>Amed</em> fanden wir eine süsse, kleine Bleibe, direkt am Strand. Vor uns rauscht die Brandung im schwarzen Vulkansand und hinter uns ragt der mächtige <em>Gunung Agung</em> in die Höhe. Der 3200m hohe Vulkan sitzt still und erhaben hinter unserem Häuschen und ist so freundlich, alle Wolken aus der Umgebung bei sich zu behalten. Wir liehen uns ein Set Schnorchel aus und erkundeten das Riff vor der Küste. Dabei stiessen wir auf einen eigenartigen, riesigen Unterwasser-Kopfsalat, der von einer Vielzahl kleiner Fische bewohnt wird. Neu in unserem Technikarsenal ist eine <em>GoPro</em> Kamera vertreten, mit der wir euch wunderbare Unterwasseraufnahmen liefern können.</p>
<p>Am nächsten Tag wollten wir vorerst über Wasser bleiben und machten uns auf, das Inland zu erkunden. Der Chef von unserem 1-Zimmer-Homestay hat einen Bruder, dessen Onkel seine Schwester oder so einen Roller hat und mit diesem begaben wir uns auf den Weg. Das alte Klapperding sollte noch zu Schwierigkeiten führen, noch war es aber nicht so weit. Wir fuhren der Küste entlang und landeinwärts, auf der Suche nach einem im Reiseführer beschriebenen Wasserfall. Nach kurzer Wanderung fanden wir das gut 30m tief fallende Wasser und genossen ein Süsswasserbad. Abwechslungsweise versuchten wir, unter den Wasserfall zu stehen. Das Wasser schoss mit einer gewaltigen Wucht herunter und das Rückenpeeling war inklusive. Auf der Rückfahrt platze plötzlich und unerwartet unser Hinterreifen. Glücklicherweise fuhren wir gerade nicht so schnell und konnten unfallfrei anhalten. Ich ahnte allerdings Böses, da wir mitten in der Pampa waren und nun mal nicht so einfach kurz den TCS anrufen konnten.</p>
<p>Uns blieb nichts anderes übrig, als den Roller zu Fuss zum nächsten Dorf zu schieben. Ich malte mir schon aus, wie wir das auf einmal nicht mehr so luftig leichte Töffli stundenlang durch die Wildnis stossen werden, glücklicherweise lag das nächste Dorf aber bereits hinter der nächsten Kurve. Ob wir da einen Platten flicken können, wussten wir nicht, doch wer hätte es gedacht: Das allererste, wirklich allererste Haus im Dorf war ein Töffmech. Nach 5 Franken und 5 Minuten waren wir bereits wieder auf voller Fahrt. Glück muss man haben!</p>
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<p>Nach einem feinen Abendessen und langen Schlaf starteten wir am nächsten Tag das grosse Abenteuer, für welches wir an eben diesen Ort im Osten Balis fuhren. Wir haben zwei Tauchgänge gebucht, einen davon zum Wrack der <em>USS Liberty</em>. Dieses Schiff der US Marine wurde im 2. Weltkrieg von einem japanischen U-Boot torpediert und ging unter. Touristenfreundlich sank es gleich 50m vor der Küste. Dass der 2. Weltkrieg auch vor den Küsten Indonesiens tobte, wusste ich nicht.</p>
<p>Wir sanken in die Tiefen des Meeres und schon bald tauchten vor uns erste Teile des mythischen Schiffswracks auf. Das 120m lange Transportschiff ist zur Seite gekippt und wird nach all den Jahren von eine Vielzahl Meerestiere und Korallen bewohnt. Wir tauchten gemächlich um und durch das riesige Schiff und ich malte mir Szenen aus, wie es hier einmal ausgesehen haben könnte. Das Highlight war, durch den halboffenen Laderaum zu schweben, der wohl einst Nachschübe für die Alliierten beherbergte.</p>
<p>Tauchen macht müde und hungrig und so wurden diese Bedürfnisse als erstes gestillt. Den Rest des Tages lagen wir am Strand und wurden von der Sonne gebraten, während wir von unten vom heissen, schwarzen Vulkansand gegart wurden. Morgen ziehen wir weiter auf die vielgehörten <em>Gili Islands</em>, welche ich bis jetzt ausgelassen habe. Sommer, Sonne, Party! Bis bald!</p>
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<p>Richtig miterleben könnt ihr unsere Erlebnisse mit diesem Video, inklusive Unterwasser-Spaziergang:</p>
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<p><iframe src="//www.youtube.com/embed/OSlEzgBJ4EU?rel=0" width="420" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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		<title>Ahoy, ihr Süsswasserpiraten und Drachenjäger</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jul 2014 09:09:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie gut es sich anfühlt, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben! Ich war vier Tage auf hoher See, mit dem Schiff unterwegs in den Archipeln rund um Nusa Tenggara. Nach dem ich mich einen Tag von den Strapazen am Mount Rinjani erholt habe, ging es auch schon wieder weiter. Ich habe eine viertägige Reise mit dem Schiff gebucht, welches mich von Lombok weiter ostwärts führen soll, vorbei an allerlei kleinen Inseln, auf der Suche nach den legendären Komodo Dragon. Frühmorgen wurde ich mit einigen anderen Landratten...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie gut es sich anfühlt, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben! Ich war vier Tage auf hoher See, mit dem Schiff unterwegs in den Archipeln rund um <em>Nusa Tenggara</em>. Nach dem ich mich einen Tag von den Strapazen am Mount Rinjani erholt habe, ging es auch schon wieder weiter. Ich habe eine viertägige Reise mit dem Schiff gebucht, welches mich von Lombok weiter ostwärts führen soll, vorbei an allerlei kleinen Inseln, auf der Suche nach den legendären <em>Komodo Dragon</em>.</p>
<p><span id="more-628"></span></p>
<p>Frühmorgen wurde ich mit einigen anderen Landratten in den Bus verfrachtet und an den Hafen der Ostküste Lomboks gebracht. Hier lag es friedlich vor Anker: Mein Zuhause für die nächsten Tage, meine sichere Koje im blauen Ozean. Majestätisch lag er da, der kleine, kraklige Kutter. Komfort war leider nicht inbegriffen, denn ich habe Deckklasse gebucht, das heisst geschlafen wird draussen auf den Planken, Süsswasser oder Duschen gibt es keine. Aber einem echten Piraten macht das nichts aus!</p>
<p>So wurden alle nötigen Vorräte an Bord geschafft, die Segel gehisst und wir stachen in die See. Gemächlich pflügten wir uns in den Abendstunden durch die <em>See von Banda</em>, wo einst schon die Piraten der Molukken ihr Unwesen trieben und arabische Schiffe feine Gewürze transportierten.</p>
<p>In der Kombüse wurde schon bald ein Festmahl hergezaubert und für einmal gab es ausreichend zu Essen, während ich meine neuen Piratenkumpanen kennenlernte. Das kleine Holzschiff bestand aus zwei offenen Decks und einigen kleinen Kajütten für die wohlhabenderen Passagiere. Angetrieben wurden wir sowohl von Segeln als auch einem Motor. Nachdem ich mich versichert habe, dass das Schiff wenigstens über die grundlegendsten Sicherheitsvorkehrungen verfügt, sank ich schon bald in den Schlaf, da es in der Dunkelheit nicht mehr viel zu tun gab. Geschlafen habe ich allerdings mehr schlecht als recht, da die hauchdünnen Matten umbequem waren und der Wind rauh und unaufhörlich über das Deck hinweg fegte.</p>
<p>Aufgewacht bin ich zum Sonnenaufgang, den ich bequemerweise direkt aus der Liegeposition verfolgen konnte. Unterdessen waren wir bei einer kleinen Insel nördlich von <em>Sumbawa</em> angelangt, auf der es einen Wasserfall gab. Zusammen mit der restlichen Bordbesatzung schwamm ich an Land und wanderte durch die Mangroven, um mich dann mit Süsswasser aufzufrischen, welchs auf dem Boot leider spärlich vorhanden ist. Als nächstens halteten wir an einem kleinen Sandstrand um die Meerestiefen unter uns zu erkunden. Ausgerüstet mit Schnorchel und Taucherbrille jagte ich kleinen Fischschwärmen hinterher und untersuchte merkwürdige Korallenformationen. Zu meinen nächsten Matrosenfreunden zähle ich zwei Deutsche und einen Australier, mit denen ich mich musikalisch und auch sonst bestens verstehe. Nach dem Badespass ankerten wir in einer Bucht vor einem Hügel mit Aussichtspunkt, von dem wir die abertausenden kleiner Inseln am Horizont und das tiefblaue Meer bestaunten.</p>
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<p>Nach der Rückkehr an Bord kippte das Wetter und die See wurde immer rauher. Nun trennte sich die Spreu vom Weizen, respektive die Süsswasserpiraten von den echten Seefahrern, denn uns standen schwierige Stunden bevor. Das Schiff schaukelte unaufhörlich und richtig stark, so dass es nicht lange dauerte, bis mir richtig übel war. Bei jeder Welle schnellte das Schiff nach oben und prallte wieder nach unten in die Wogen. Was war ich doch für ein Badewannenpirat! Meine nautische Karriere hatte ihren Höhepunkt auf einem Gummibötli, irgendwo in ruhigen Tümpeln des Züri Oberland, nicht aber auf hoher See. Ich bin scheinbar nicht sonderlich seetauglich, alle andern allerdings auch nicht. Den Nachmittag verbrachte ich liegend, da dies die einzige Position war, in der ich das Schaukeln einigermassen ertrug. Lesen ging auch nicht, so hörte ich Musik, was mein Körper am besten zu ertragen schien.</p>
<p>Das Abendessen gestaltete sich als Herausforderung in vielerlei Hinsicht: Stets konzentriert, dass mein Mageninhalt da blieb wo er hingehörte, schwankte ich mit den anderen hilflosen Gestalten zum Unterdeck, auf dem die Mannschaft verzweifelt versuchte, die Töpfe an Ort und Stelle zu halten. Wie man bei diesem Geschaukel kochen soll, kann ich mir nicht vorstellen. Als nächstes folgte die akrobatische Übung des Tellerbefüllens, welche meinem Gleichgewichtssinn alles abforderte. Vorsichtig setzte ich mich hin und ass konzetriert Löffel für Löffel Reis, stets bedacht, dass die Nahrung nur in den Bauch wandert, nicht wieder heraus.</p>
<p>Nach dem Essen übergab sich rund die Hälfte aller Reisenden, ich bin verschont geblieben. Doch es blieb uns nichts anderes übrig, als ins Oberdeck zu wechseln, wo das Schaukeln etwas schwächer war, und uns hinzulegen. So lagen um sieben Uhr alle schon im Bett und die georderten Bierflaschen blieben unberührt. Die See tobte nun noch heftiger und ich klammerte mich an mein Kissen und beobachtete abwechslungsweise Sternenhimmel und Meeresboden. Es fühlte sich an wie vierundzwanzig Stunden Achterbahn fahren. In der Hoffnung, dass der nicht allzu modern wirkende Kutter nicht kentern wird, wurde ich irgendwann in den Schlaf geschaukelt, der erstaunlicherweise besser war als in der ersten Nacht.</p>
<p>Am nächsten Morgen war die See wieder lau und wir glitten langsam durch die Wogen, begleitet von Delfinen, welche der tiefroten Morgensonne entgegensprangen. Heute stand der Komodo Nationalpark auf dem Programm, die Hauptattraktion, die <em>Raison d&#8217;Être</em> des ganzen Unternehmung. Auf den Inseln Komodo und Rinca hausen grausige Kreaturen, gefürchige Monster, von denen schon die frühen Expeditionen ehrfürchtig berichteten: Die <em>Komodo Dragons</em>, die Komodowarane von Indonesien. Die bis zu drei Meter langen Echsen sind die grössten ihrer Art und nur hier zu finden. Und zimperlich sind diese nicht: Sie fressen alles was sie finden: Füchse, Rehe, Hirsche, ganze Wasserbüffel, Parkranger und sogar ihre eigenen Neugeborenen. Sie sehen aus wie eine Mischung aus Schlange und Krokodil, wie überdimensionierte Geckos und scheinen direkt aus der Zeit der Dinosaurier zu kommen. Als wir in Komodo an Land gingen, fühlte ich mich ein wenig wie in <em>Jurassic Park</em>.</p>
<p>Begleitet wurde unsere Gruppe von acht Parkrangern und ich hielt mich stets in Schutzreichweite eines solchen auf. Die Parkwächter waren mit langen Stöcken bewaffnet. Stöcken? Ich hatte gehofft, sie hätte Raketenwerfer oder etwas Ähnliches dabei, wie soll ich mit einem Holzstöckli vor den Bestien bewahrt werden, die schneller rennen können als jeder Mensch? Sogar James Bond musste sich im neusten Bondstreifen gegen einen Komododrachen behaupten, aber der hatte zumindest eine Pistole dabei. Im Eingangsbereich des Parks tummelten sich dutzende von Rehen und Hirschen herum, die wohl auch auf die Schutzwirkung der Holzstöckli vertrauten.</p>
<p>Die Wanderung war dann ziemlich ernüchternd, da wir nur einen einzigen, höchst faulen Komodowaranen zu Gesicht bekamen, der kein grosses Interesse hatte an den nervtötenden, belgischen Kindern vom Boot, welche wir zur Opferung vorgeschlagen haben. Wir wurden (wer hätt&#8217;s gedacht) frühzeitig in den Souveniershop geführt und befanden uns schon bald wieder an Border der <em>Kencana</em>, in der Hoffnung morgen auf mehr Drachen zu stossen. Ausnahmsweise blieb die Nacht ruhig und schaukelfrei und so konnten wir uns in einer gemütlichen Runde einige Bier und Rum (Piraten trinken schliesslich Rum!) gönnen. Zwischendurch hielten wir für diverse Schnorchel- und Badestopps an und schwammen in dem türkisblauen Wasser und sprangen vom Schiffsbug.</p>
<p>Auf Rinca Island hatten wir mehr Glück und begegneten drei, vier verschiedenen Komodowaranen, die stolz durch die Gegend schlurften. Hin- und wieder wechselten sie die Richtung und steuerten direkt auf die Gruppe zu, welche mit kurzem Aufschrei zurückwich und die nervösen Guides auf den Plan riefen, welche versuchten, die übermütigen Touristen zurück zu halten. Für ein gutes Foto wagten sich einige ein bisschen sehr nahe an die Biester heran. Zum feierlichen Abschluss setzten die drei Echsen zum Paarungsakt an, bei dem sie sich von den vierzig Zuschauern überhaupt nicht gestört fühlten.</p>
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<p>Zurück an Bord steuerten wir schon bald den Hafen in <em>Labuan Bajo</em> an. Es stand zur Option, für eine vierte Nacht kostenlos auf dem Boot zu bleiben, aber als die Kecana am Pier anlegte, waren die meisten einfach nur froh, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben.</p>
<p>Nun bin ich am westlichen Zipfel von Flores, Der Gewürzinsel im Osten von Indonesien, welche die Portugiesen einst nach ihrer Blumenpracht und Schönheit benannten. Unterdessen habe ich mir zusammen mit den anderen Schiffsbrüchigen aus Deutschland und Australien ein schönes Zimmer mit Süsswasser und eine Pizza gegönnt. Pizza ist meine neue Universalbelohnung nach strapazierenden Tagen und zehn &#8220;Nasi Goreng/Mie Goreng&#8221; Mahlzeiten. Gerne würde ich die Landstriche noch weiter bereisen, doch morgen fliege ich bereits zurück nach Bali, um rechtzeitig auf Duro zu treffen. Von da geht unsere Reise dann weiter.</p>
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		<title>Hoch über den Wolken am Mount Rinjani</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jul 2014 12:01:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesmal führte mich die Reise hoch hinaus über die Wolken auf den Gunung Rinjani, den zweihöchsten Vulkan des Landes. Doch der Weg zum Gipfel sollte nicht zu einfach werden. Nachdem ich in Bali endlich meinen Reisepass mit verlängertem Visum zurückerhielt, war es an der Zeit, zur nächsten Insel aufzubrechen. Die örtlichen Gauner der Travel Offices erzählten mir durchgehend, dass alle Schnellboote nach Lombok bereits abgefahren sind und ich erst am nächsten Tag übersetzen könne. &#160; Da die netten Leute vom Reisebüro lieber Bares statt Wahres haben, mass ich...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal führte mich die Reise hoch hinaus über die Wolken auf den <em>Gunung Rinjani</em>, den zweihöchsten Vulkan des Landes. Doch der Weg zum Gipfel sollte nicht zu einfach werden. Nachdem ich in Bali endlich meinen Reisepass mit verlängertem Visum zurückerhielt, war es an der Zeit, zur nächsten Insel aufzubrechen. Die örtlichen Gauner der Travel Offices erzählten mir durchgehend, dass alle Schnellboote nach <em>Lombok</em> bereits abgefahren sind und ich erst am nächsten Tag übersetzen könne.</p>
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<p><span id="more-503"></span></p>
<p>Da die netten Leute vom Reisebüro lieber Bares statt Wahres haben, mass ich den Aussagen nicht viel Bedeutung bei und entschied mich, auf eigene Faust nach Lombok zu fahren. Richtige, öffentliche Verkehrsmittel zu finden ist eine schiere Unmöglichkeit, da einem Niemand ohne weiteres ehrliche Informationen geben will. Nach energischem Nachbohren fand ich dann doch einen Weg und reiste mit einem Dutzend verschiedener Busse und der öffentlichen Fähre tatsächlich am selben Tag noch zur nächsten Insel. Das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmittel kostet etwa fünfmal weniger, dauert aber bestimmt auch eben so viel länger.</p>
<p>Auf der Reise begleiteten mich eine deutsche NGO-Mitarbeiterin und ein sehr charmantes, türkisches Pärchen, mit denen ich noch einen Tag am Strand verbrachte. Spät abends kamen wir in Kuta an, einem kleinen Fischerdorf an weissem Sandstrand, das nicht im Geringsten mit dem touristischen Kuta auf Bali zu vergleichen ist.</p>
<p>Am Abend wurden wir wie Fliegen von einem Lagerfeuer am Strand angezogen, um das sich einige indonesische Jugendliche und Travelers versammelt haben. Die Jungs zückten ihre Gitarren und gaben ein Stück nach dem anderen zum Besten. Dazu gab es Reiswein und am Feuer grillierten Fisch. Alles aus freien Stücken, eine schöne Aufheiterung nach all den geldgierigen Halunken an den Busbahnhöfen. Es war eine wunderschöne, romantische Stimmung, die den Abend leider viel länger werden liess als geplant, schliesslich sollte ich am nächsten Tag doch schon wieder aufbrechen. Mir wurde von allen Seiten abgeraten, die Besteigung des <em>Mount Rinjani</em> zu wagen, da die Wetterlage schlecht sei.</p>
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<p>Ich hatte allerdings vor, mich mit Max und Laura (die beiden Deutschen, die ich in Bali kennen gelernt habe) zu treffen, welche am Fuss des Berges bereits voller Freude auf mich warteten. Nach einigem hin und her entschied ich mich dann, doch ins Vulkangebiet vorzudringen und war so froh, mich richtig entschieden zu haben! Ich machte mich auf den Weg und überstand kampferprobt alle Geplänkel mit den nervtötenden Söldnern der Reisemafia. Unterwegs mit dem öffentlichen Bus und zwei Franzosen hielt der Bus mitten im Dschungel an und ein Typ meinte, er würde uns kostenlos bis ins Bergdorf mitnehmen. Nach allen bisherigen Erfahrungen war ich sehr skeptisch und lehnte das Angebot schon aus Prinzip ab, doch die Franzosen waren weniger vorhereingenommen. So blieb mir nichts anderes übrig und mit mulmigem Gefühl stieg ich um. Ich wurde dann tatsächlich ohne jeden Haken an meinen Wunschort gefahren, wer hätte das gedacht! Manchmal ist es so schwer zu unterscheiden, ob man über den Tisch gezogen wird oder tatsächlich auf Gastfreundschaft stösst. Das Abwägen zwischen Skepsis und Vertrauen ist nicht einfach.</p>
<p>Doch ich war da und nun galt es ernst. Die Besteigung des 3726 Meter hohen <em>Gunung Rinjani</em> ist nicht zu vergleichen mit den Touri-Spaziergängen auf die Vulkane in Java. Die Trekkingtour dauert drei Tage und hielt einige anstrengende Etappen für uns bereit. Am morgen früh ging es los und das Ziel des Tages war, den Kraterrand zu erreichen, auf dem wir die erste Nacht verbringen werden. Dieser lag aber 1500m über uns, das kann ja noch heiter werden!</p>
<p>Begleitet von unserem Guide „Benz“ und einigen Trägern machten wir uns in einer Siebnergruppe auf und wanderten auf gewundenen Pfaden durch den lauschigen Regenwald. Über uns tanzten die Affen in den Baumkronen herum und die Vögel zwitscherten ihre Lieder. Nach dem Dschungel durchstreiften wir hohe Graslandschaften in der Savanne und die Pfade wurden immer steiler. Der Schweiss floss in Strömen und es war nicht gerade motivierend, wenn die Träger mit 40 Kilo Ladung auf den Schultern und Zigarette im Mundwinkel mühelos an uns vorbei den steilen Weg hoch tänzelten.</p>
<p>Nach gut 6 Stunden schier senkrechtem Aufstieg standen wir erschöpft auf dem Kraterrand. Dicke Nebelschwaden zogen auf und ohne Bewegung wurde es schnell kalt. Wir halfen der Crew, die Zelte aufzustellen, denn hier galt es die Nacht zu verbringen. Ich zog alle Kleider an, die mir zur Verfügung standen und wartete schlotternd auf das Abendessen, welches die Träger mit einfachen Mitteln aus dem Nichts zauberten. Die Wolken verflüchtigen sich und gaben die atemberaubende Kulisse frei, die sich um uns bot. In der Mitte des Kraters lag ein riesiger, tiefblauer Kratersee, der von steilen Felswänden umgeben war. Wir waren nun auf 2600 Meter Höhe und konnten rund um uns herum bis zum Meer sehen. Dazwischen versank die dunkelrote Sonne in einem unendlichen Wolkenmeer. Dies war der Höhepunkt des ersten Tages, begleitet vom Tiefpunkt des Tages: Meine Kamera hat den Geist aufgegeben! Ihr werdet euch fortan wohl mit Bildern meines iPhones begnügen müssen. Eine weitere Enttäuschung ist, wie unglaublich verdreckt der ganze Berg ist. Überall liegt haufenweise Abfall herum, etwas das in unseren Bergen unvorstellbar wäre. Die Wege sind gesäumt von Müll und Exkrementen. Ich finde das so schade und die Einheimischen scheint das wenig zu interessieren, obwohl es Bemühungen und Aufräumaktionen gibt.</p>
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<p>Ohne Sonne wurde es schlagartig eiskalt und schon bald verkroch ich mich in meinem Zelt. Am nächsten Tag mussten wir nämlich bereits um 2:00 aufstehen, um den Aufstieg zum Gipfel zu wagen. Das bedeutet weitere 1100 Höhenmeter, die es zu meistern gilt. Schlotternd und mit steifen Gliedern krochen wir mitten in der Nacht aus unseren Zelten um uns bewaffnet mit Stirnlampen auf den Weg nach oben zu begeben.</p>
<p>Emsig kraxelten wir auf dem schmalen Grat in Richtung Gipfel. Der Boden bestand aus grobkörnigen, weichem Vulkansand und gab bei jedem Schritt nach. So hiess es zwei Schritte vor, einen zurück. Der Grat war extrem steil und kostete alle Kraft. Doch kurz vor Sonnenaufgang standen wir auf dem Gipfel! Es war eiskalt und viel zu sehen gab es nicht, da wir im dicken Nebel lagen. So stand ich mit einigen anderen, halbtoten Gestalten in der Eiseskälte, bevor wir uns wieder an den Abstieg machten. Einige, weniger sportliche Besucher hatten sichtlich Mühe sich noch auf den Beinen zu halten. Beim Abstieg klarte es auf und ich genoss die spektakuläre Rundumsicht. Inmitten des Kratersees lag ein kleiner Babyvulkan, aus dem noch immer Rauchsäulen hervorstiegen. Rund um den Kratersee konnte man aus dieser Höhe bis zum Meer sehen und sogar die verschiedenen Inseln wahrnehmen. Weit in der Ferne ragte der <em>Gunung Agung</em>, der Vulkan auf Bali einsam aus den Wolken.</p>
<p>1000 Meter hinauf und wieder hinunter, doch der Tag war leider noch lange nicht zu Ende. Nach dem Frühstück stiegen wir weitere 600m zum Kratersee hinab. Hier gab es eine heisse Quelle und wir konnten im heissen, schwefligen Wasser baden. Was für eine Wohltat nach diesen Strapazen! Doch mit unserer Annahme, dass wir nun neben diesen schönen, heissen Quellen unser Lager aufschlagen war weit gefehlt! Der Lagerplatz lag leider auf der anderen Seite des Kraters auf dem Grat und so galt es wieder 600m nach oben zu klettern. Nach dem Wellness-Bad in den heissen Quellen war ich natürlich wenig erpicht darauf, die schweren Beine wieder in Gang zu bringen.</p>
<p>Es geht aber immer irgendwie und auch dieses Mal standen wir einige Stunden später wieder oben und genossen die so unglaubliche Aussicht. Die Träger und Guides sind übrigens allesamt in Flipflops unterwegs. Wie die das bei der Saukälte, den steilen, rutschigen Pfaden und dem schweren Gewicht hinbringen, ist mir schleierhaft. Aber Flipflops sind hier ohnehin das universale Schuhwerk, auch auf allen Baustellen balancieren die Arbeiter mit Flipflops auf den Gerüsten.</p>
<p>Nach einer weiteren eiskalten, unbequemen Nacht ohne viel Schlaf ging es an den Abstieg ins Tal. Runter ist zwar weniger kräfteraubend als hoch, doch 1600 Meter steiler Abstieg geht ganz schön in die Knie. Die Landschaft wechselte von unwirtlicher, karger Felslandschaft zu saftigen Wiesen mit meterhohen, exotischen Farnen bis wir wieder im Dschungel waren, wo sich die Pfade steil hinab über dicke Wurzeln und Lianen wanden. Oft vergass ich meine müden Beine, da die Aussicht einfach so unglaublich schön und spannend war.</p>
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<p>Erschöpft, dreckig und hungrig waren wir wieder im Tal. Mit müden Beiden und glücklichen Erinnerungen freute ich mich einfach nur noch auf eine Dusche, ein weiches Bett und eine Pizza. Oh, wie habe ich drei Tage von einer Pizza geträumt.</p>
<p>Genau das habe ich nun getan und mir eine Auszeit am Strand gegönnt. Heute habe ich die Beine ausgestreckt und es mir gut gehen lassen. Doch mein Reiseplan ist ambitioniert und morgen geht es bereits weiter zur viertägigen Schiffstour rund um das Archipel von <em>Nusa Tenggara</em>, auf der Suche nach den sagenumwobenen Komododrachen.</p>
<p>Danach werde ich nach Bali zurückfliegen müssen, um rechtzeitig da zu sein, wenn Duro ankommt! Mit mulmigen Gefühl habe ich den Flug gebucht, da die Airline „Wings Air“ in Europa auf der schwarzen Liste steht und Flugsicherheit ein akutes Thema ist. Vor vier Wochen flog ich schliesslich exakt auf derselben Flugroute wie der gestern abgeschossene Passagierflieger der Malaysia Airlines. Wird schon gutgehen! In fünf Tagen bin ich dann zurück mit neuen, spannenden Geschichten.</p>
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		<title>Hier fühlt sich Indiana Jones zuhause!</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jul 2014 10:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Fahrt von Kuta nach Ubud dauert nur zwei Stunden, aber es fühlt sich an, als hätte man das Sonnensystem gewechselt. Ubud ist der Antipol zum Partymekka Kuta.  Die Touristenmenge scheint sich fast homogen aufzuteilen. Die sonnenhungrigen Partytiger (Erkennungsmerkmal: Biermarken-Trägershirt und Badehosen) erobern Kuta, die alternativ angehauchten Weltenbummler (orientalische Schlabberhosen und mindestens 10 Armbändeli) nisten sich in Ubud ein. Wer denkt, hier sei es weniger touristisch irrt sich, der Markt hat sich aber freilich dem Kundensegment angepasst. Statt Bintang gibts Avocadosmoothie, statt &#8220;Mega Aussie Beefburger&#8221; veganes Nasi Goreng....]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fahrt von Kuta nach Ubud dauert nur zwei Stunden, aber es fühlt sich an, als hätte man das Sonnensystem gewechselt. Ubud ist der Antipol zum Partymekka Kuta.  Die Touristenmenge scheint sich fast homogen aufzuteilen. Die sonnenhungrigen Partytiger (Erkennungsmerkmal: Biermarken-Trägershirt und Badehosen) erobern Kuta, die alternativ angehauchten Weltenbummler (orientalische Schlabberhosen und mindestens 10 Armbändeli) nisten sich in Ubud ein. Wer denkt, hier sei es weniger touristisch irrt sich, der Markt hat sich aber freilich dem Kundensegment angepasst. Statt Bintang gibts Avocadosmoothie, statt &#8220;Mega Aussie Beefburger&#8221; veganes Nasi Goreng. Hier kann man nicht Jetski fahren oder ausgiebig feiern, dafür gibt es Yoga, Gesichtsmasken, Holzschnitzkurse und traditionelle Tanzaufführungen.</p>
<p><span id="more-445"></span></p>
<p>Trotzdem ist die Stimmung hier merklich angenehmer und gemütlicher. Ubud ist eine schöne Stadt mitten im Dschungel, die Häuser sind fast alle mit hinduistischen Ornamenten geschmückt und zahlreiche Dschungelbäume säumen die Strassen. Neu in meiner Begleitung ist Marco, ein Franzose, Landwirtschaftsmaschinenmechaniker und Neuling im Reisehandwerk. Wir haben uns zwei Roller gemietet, da es einiges in der Umgebung von Ubud zu entdecken gibt. Wir tuckerten als erstes aus der Stadt hinaus, auf der Suche nach den berühmten, balinesischen Reisterassen, welche überall im Hochland zu finden sind. Die Aussicht war atemberaubend und wir schlenderten auf den schmalen Pfaden durch die verschiedenen Ebenen der Reisfelder.</p>
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<p>Auf dem Rückweg wurden wir von einem heftigen Platzregen erwischt und waren natürlich die Einzigen ohne Regenschutz. Aber ein bisschen Abkühlung kann nicht schaden. Am Abend genossen wir eine Massage, was hier schon fast zum Pflichtprogramm gehört. Ab 22 Uhr ist in Ubud ohnehin Feierabend, die Lichter wurden aber schon vorher ausgeknipst. Nach dem Essen fiel in der ganzen Stadt kurzerhand der Strom aus. Eifrig wurden überall Kerzen aufgestellt und mit Taschenlampen hantiert. Wir tasteten uns nach Hause und ohne Licht war nicht mehr viel mehr zu tun, als zu Bett zu gehen.</p>
<p>In Ubud scheint es mir, bin ich im &#8220;richtigen&#8221; Bali, hier spürt man die Kultur, Architektur und Religion eines uralten Volkes voller mythischer Bräuche. Mit Spannung beobachte ich die hinduistischen Rituale der Balinesen. Morgens zum Beispiel werden alle Geschäfte gepriesen. Dazu legt jedes Restaurant und jeder Laden ein kleines Tellerchen aus Bambusblättern vor den Eingang mit Opfergaben. Das kann Allerlei sein: Ein paar Blumen, einen Esslöffel Reis, vielleicht eine Zigarette, eine Packung Fertignudeln oder was die Götter sonst noch so mögen. Dann noch ein paar Spritzer Sojasauce darüber und das Karma ist gerettet. Gegen den Abend liegen überall hunderte von diesen längst zertrampelten, süssen kleinen Opferschäleli herum.</p>
<p>Es gibt allerlei Bräuche und Sitten dieser Kultur, die man als Westler auf den ersten Blick nicht versteht. Zum Beispiel rauchen alle Indonesier, fast ausnahmslos. Allerdings nur die Männer, ich habe noch nie eine Frau rauchen sehen, es sei denn Prostituierte. Ein anderer Brauch ist es z.B. sich einige Reiskörner ins Gesicht zu kleben. Ich habe in Erfahrung gebracht, dass das gut für die Fruchtbarkeit sei. So sitzen manchmal alle im Bus mit Reis auf der Nase. Bei mir hat der Reis nicht geklebt. Vielleicht bin ich zu wenig fromm oder brauche ich nur die falsche Klebetechnik?</p>
<p>Am nächsten Tag fuhren wir mit unseren Scootern zum <em>Gunung Kawi</em>, einer sagenumwobenen Tempelanlage im Dschungel, in der Nähe von <em>Tampaksiring</em>. Hier stehen 8 grosse Steinsäulen die König <em>Udayana</em>, Königin <em>Mahendradatta</em> und so weiter gewidmet sind. Die Steinhaufen waren ganz nett, aber eindrücklich sind diese vorallem durch ihre Umgebung. Zwischen riesigen Dschungelbäumen schlängelt sich ein Bach durch ein malerisches Tal, gespickt von uralten Tempelbauten. So gleich wähnte ich mich in einem Indiana Jones Film!</p>
<p>Eine Million Treppenstufen später standen wir wieder bei unseren Töffs und knatterten zum nächsten Ziel, dem <em>Monkey Forest</em>. Dies ist ein Mix aus atemberaubender Dschungellandschaft und Tempelbauten, und dies inmitten der Stadt! Waghalsige Steinbrücken winden sich um meterdicke Dschungelbäume und alles ist überwuchert von grünen Dschunelranken. Die grüne Enklave und Mega-Touri-Attraktion wird von zwei Sorten Affen besucht: Uns, und einer Horde von kleinen, grauen Makaken. Diese (vorallem die Babies) sind sehr niedlich anzusehen, doch der Schein trügt. Die Bande ist sehr frech! Hunderte Makaken wuseln um und auf den Touristen herum, die für ein stetiges Nahrungsangebot sorgen. Ein kleines Äffchen sprang mir kurzerhand auf die Schulter, fand Halt an meinen Ohren und kraxelte mir auf den Kopf. Dann stibitze es schnell wie der Wind meine Wasserflasche und hoppste auf die nächste, unerreichbare Steinstatue, um mich hämisch anzugrinsen. Ich grinste hämisch zurück, als das Dummerchen zwar schlau genug war, die Flasche zu öffnen, diese aber auf die falsche Seite kippte und das Wasser ausleerte. Tja, so blieben wir eben beide durstig!</p>
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<p>Zurück in der Zivilisation war unser Entdeckergeist noch nicht gebrochen und wir begaben uns zum <em>Augung Rai Museum of Art</em>, um den Tag kulturell abzurunden. Hier bemühte ich mich, mir einzureden wie unglaublich spannend diese traditionellen Malereien doch sind. Ich fand dann allerdings auch einige zeitgenössische Werke von indonesischen Künstlern, die mir zum Teil wirklich gefielen.</p>
<p>Nach einem Spaziergang durch einen zauberhaften, balinesischen Museumsgarten voller kleiner Brücken, Teiche mit Seerosen und gefürchigen Drachenköpfen und Schlangenfrauen, die Wasser in Reisfelder speien, fuhren wir zurück ins Hostel. Hier geniesse ich auf meiner Bambusterasse eine indonesische Nelkenzigarette und lausche dem nicht enden zu wollenden Prasseln des Regens.<br />
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<h3>Video:</h3>
<p><iframe src="//www.youtube.com/embed/Xf3-Rd6Io6U?rel=0" width="420" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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		<title>Auf lottrigen Rädern zur tobenden See</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jul 2014 17:32:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den letzten Tagen haben wir wieder soviel gesehen und erlebt, dass es schwierig ist, alles in einem Blogeintrag unterzubringen! Nach einigen Tagen in Kuta waren wir gierig auf neu Erlebnisse und machten uns auf, die Bukit Peninsula zu erkunden, die Halbinsel die Bali im Süden abschliesst. Dazu organisierten wir uns einen Fahrer und klapperten die verschiedenen Strände im Süden ab. Wir entdeckten einige versteckte Traumstrände, z.B. die Dream Beach oder Padang-Padang, ein berühmter Surferstrand. Hier lagen wir routiniert in der Sonne oder versuchten, gegen die meterhohen Wellen...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Tagen haben wir wieder soviel gesehen und erlebt, dass es schwierig ist, alles in einem Blogeintrag unterzubringen! Nach einigen Tagen in Kuta waren wir gierig auf neu Erlebnisse und machten uns auf, die <em>Bukit Peninsula</em> zu erkunden, die Halbinsel die Bali im Süden abschliesst. Dazu organisierten wir uns einen Fahrer und klapperten die verschiedenen Strände im Süden ab.</p>
<p>Wir entdeckten einige versteckte Traumstrände, z.B. die <em>Dream Beach</em> oder <em>Padang-Padang</em>, ein berühmter Surferstrand. Hier lagen wir routiniert in der Sonne oder versuchten, gegen die meterhohen Wellen anzukämpfen. Abends besuchten wir den hindustischen Tempel <em>Ulu Watu</em>, welcher auf einer hohen Klippe zum Meer hin gebaut ist. Der Tempel war nicht sonderlich spektakulär, wohl aber die traumhafte Aussicht auf den Sonnenuntergang.</p>
<p><span id="more-385"></span></p>
<p>Nachdem wir die tiefrote Sonne ins Bett begleitet haben fuhren wir fürs Abendessen zu einem Strand, wo uns das Geld nach allen Regeln der Kunst aus den Taschen gezogen wurde. Es war etwas teurer als sonst, was sich aber allemal gelohnt hat, da wir den selbst ausgewählten Fisch frisch grilliert und mit Chili mariniert verspeisen durften.</p>
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<p>Am nächsten Tag entschieden wir, dass es Zeit für eine neue Insel wird und machten uns auf zur Überfahrt nach <em>Nusa Lembongan</em>, eine kleine Insel im Südosten von Bali. Einst die Gefangeneninsel der Balinesen leben die Einwohner heute von zurückhaltendem Tourismus und dem Anbau von Seegras. Hier ist alles sehr viel ruhiger und gemütlicher als im hektischen Südbali und die Bewohner sind tief verhaftet in ihrem hindustischen Glauben und Ritualen. Da sich auch der Verkehr in Grenzen hält, mieteten wir einen klapprigen alten Roller, auf dem wir zu zweit durch die engen Gassen brausten um uns eine Bleibe zu suchen. Heimisch wurden wir im Nyta Homestay, einem wunderschönen kleinen Hostel, das sogar einen Pool hat! Er war zwar schön, das Wasser-Chlor-Mischverhältnis von ca. 1:1 lud aber wenig zum Baden ein.</p>
<p>Das hatten wir ohnehin nicht vor, denn wir schwingten uns auf unser neues Gefährt und machten uns auf, die Insel zu erkunden. Regelmässig ermahnten wir uns, schön links zu fahren (Linksverkehr!) doch man fährt ohnehin einfach da wo es Platz hat und so schnell, wie es die Schlaglöcher eben zulassen. Im Süden der kleinen Insel fanden wir einige schöne Strände und atemberaubende Klippen, welche der riesigen Wucht der Brandung trotzten. Hier wurde uns wieder einmal die Kraft der Naturgewalten vor Auge geführt und ehrfürchtig beobachteten wir, wie die meterhohe Wellen unablässig gegen den Felsen breschten.</p>
<p>Über eine abenteuerliche Hängebrücke, die gerade genug breit ist, das ein Töff darauf passt, gelangten wir auf einen anderen Inselteil, in welchen wir orientierungsfrei herumfuhren. Die Strassen sahen aus, als hätte man eine Handvoll Asphalt in den Wald geworfen und der Untergrund hatte die Fahrkomfort eines Flussbettes. Gekonnt bewältigten wir den Hindernisparcours und gelangten auf unglaublich steilen Wegen tiefer in den Dschungel hinein. Hier versuchten wir uns, von einem Einheimischen fotografieren zu lassen, der aber scheinbar das erste Mal eine Kamera in den Händen hielt, und diese verkehrt in die Hand nahm und auf den Boden richtete <img src="https://indonesia.robertkrieg.ch/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif" alt=":)" class="wp-smiley" />  Nach einem kurzen Postmoderne-Crashkurs gelang aber doch ein guter Schnappschuss!</p>
<p>Überall an der Küste war Seegras zum Trocknen ausgelegt und das Meer war voll von kleinen Seegrasplantagen, die fleissig beackert wurden. Die Algen werden nach einem Monat geernet, drei Tage getrocknet, zu Pulver verarbeitet in alle Welt verschifft und liefert das Rot für Lippenstifte von Chanel oder wird als Bestandteil von Artzneimittel verwendet. Wir erkundeten auch ein unterirdisches Haus mit 500 Quadratmetern Fläche, welches ein irrer Mönch in 15 Jahren Arbeit nur mit Hammer und Meissel bewaffnet in den Boden grub. Selbst Bad und Bett, Küche und Keller, Schrank und Schreibtisch sind aus Stein. 1976 war er fertig, doch gewohnt hat er nie da, da seine Familie wenig erpicht darauf war in dem klaustrophobischen, verwinkelten Höhlensystem zu wohnen. Bald mussten wir wieder zurück nach Bali, da das Abenteuer Indonesien für Ivo leider schon zu Ende geht. Auf der Rückreise haben wir einen neuen Gefährten gefunden, Max, ein angehender Arzt aus Österreich. Der ist mit seiner Schwester Laura unterwegs, die wir am Flughafen abholten und erst mal auf den Arm nahmen. Nach einstudiertem Schauspiel erklärten Ivo und ich (mit professionell ausgedrucktem Abholdschild) dass Max mit einer anderen Frau durchgebrannt ist und sie leider nicht vom Flughafen abholen könne. Diese war ziemlich verdutzt, was diese zwei Kerle hier wollen und danach auch sichtlich erleichert, als Max dann doch hinter einer Säule hervorkam.</p>
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<p>Abends haben wir Lauras Ankunft und Ivos Abschied furios gefeiert! Nach Disco, Stripclub und nachdem die Einheimischen Wetten auf Ringkämpfe und Armdrücken der verschiedenen Reisenden der Welt gesetzt haben, schlossen wir den Abend auf dem rostigen Blechdach des Hotels ab, was für ein Abend! Heute hiess es für Ivo dann leider Abschied nehmen, da er die Heimreise antreten musste! Unglaublich, wie schnell diese drei Wochen schon um waren! Mit etwas Wehmut verabschiedeten wir uns und ich ziehe nun alleine weiter, wobei ich ja schon neue Freunde gefunden habe <img src="https://indonesia.robertkrieg.ch/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif" alt=":)" class="wp-smiley" /> </p>
<p>Etwas ungeplant landeten wir heute zum Nachtessen in einem luxuriösen Strandresort und schlemmten weit über unserer Preisklasse! Von den den indonesischen Mini-Portionen langsam enttäuscht gönnten wir uns das All-You-Can-Eat Fondue Chinoise Paket und genossen ein wahres Festmahl! Fisch, Muscheln, Poulet, Rind, Gemüse, Nudeln, Krebse, Teigtaschen, einfach alles war dabei! Wir konnten es kaum glauben und haben uns den Bauch bis in den letzten Winkel gefüllt! Schade, dass Ivo diese Königsspeise verpassen musste. Für das riesen Menü mussten wir schlussendlich 20 Fr. pro Peson hinblättern, in europäischen Massstäben ein immer noch sehr vertretbarer Preis <img src="https://indonesia.robertkrieg.ch/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif" alt=":)" class="wp-smiley" /> </p>
<p>Leider ist mein Visa immer noch in den Mühlen der Bürokratie gefangen und ich muss bis am Montag warten, um meinen Reisepass zu erhalten, damit ich dann endlich weiterreisen kann! Doch unterdessen gibt es noch einige Abendteuer zu erleben, von denen ich bald berichte!</p>
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<p>Heute gibt es als Leckerli noch ein Video, welches euch unsere Eindrücke etwas besser näher bringt:</p>
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		<title>Wo Indonesien aufhört und der Westen wieder anfängt</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jul 2014 11:36:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir entschieden uns, direkt in den Süden von Bali weiterzuziehen. Unser Sitzleder war langsam wieder gefestigt und wir waren bereit für die nächste Bus-(Tor)tour. Mit fünf mal Umsteigen fuhren wir mitten durchs Hochland zum südlichen Zipfel der Insel. Für viele ist Südbali DAS Bali, für andere das genaue Gegenteil. Kuta, Seminyak, Sanur etc. sind die grossen Touristenziele hier. Auf unserer Fahrt passierten wir arme Bauerndörfer und betraten im Süden eine andere Welt. Abgesehen von der Sprache könnte man hier an jeder Touristendestination der Welt sein. Bars und Shops...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir entschieden uns, direkt in den Süden von Bali weiterzuziehen. Unser Sitzleder war langsam wieder gefestigt und wir waren bereit für die nächste Bus-(Tor)tour. Mit fünf mal Umsteigen fuhren wir mitten durchs Hochland zum südlichen Zipfel der Insel. Für viele ist Südbali DAS Bali, für andere das genaue Gegenteil. Kuta, Seminyak, Sanur etc. sind die grossen Touristenziele hier. Auf unserer Fahrt passierten wir arme Bauerndörfer und betraten im Süden eine andere Welt. Abgesehen von der Sprache könnte man hier an jeder Touristendestination der Welt sein. Bars und Shops reihen sich dicht aneinander, bevölkert von ungewohnt viel heller Haut und dicken Bäuchen.</p>
<p><span id="more-361"></span></p>
<p>Wir bezogen eine superbillige Unterkunft in Kuta, dem Zentrum des Touristenmekkas. Was der Ballermann in Mallorca für die Deutschen ist, ist Kuta für die Australier. Hordenweise junge Aussies fliegen im Sommer auf Bali um die übrig gebliebenen Hirnzellen vollständig in Arak (indonesischer Reisschnaps) zu ersäufen. Kuta ist allerdings auch ein Surferparadies, bzw. das Surferparadies schlechthin und am Strand tummeln sich hunderte Surfer im Wasser.</p>
<p>Unser Zimmer liegt in einem schönen kleinen Garten, dessen Flora und Fauna sich bis in unser Zimmer weiterstreckt. Käfer, Spinnen, Geckos und ein hauseigener kleiner Ameisenhaufen inklusive. Doch für 3 Fr. pro Nase nimmt man einiges in Kauf. Unser Aktivitätspegel schrumpfte weiter und ein Grossteil unseres Tagesinhaltes besteht aus Rumliegen am Strand und dem ewigen Kampf mit den kleinen, mühsamen Sandkörnli, die sich in windeseile überall, absolut überall befinden.</p>
<p>Nach Beobachtung der verschieden talentierten Surfer (von Superprofi bis Kleinkind) entschieden wir, dass wir das doch auch können. Auf eine Surflektion verzichteten wir und mieteten einfach ein Brett für eine Stunde. Auf die Welle warten, aufstehen, losfahren, so in etwa müsste das doch funktionieren. Mehr oder weniger ahnungslos paddelten wir ins Meer hinaus und versuchten unser Glück. Schnell merkten wir, woher die sonnengebräunten Surfer ihre muskulösen Bodies haben, Surfen ist ja so was von anstrengend! Allerdings nicht das Surfen selber, sonder der Weg dahin. Um erst einmal nach draussen zu kommen, muss man eine nie endende Zahl von Wellen überwinden, die einem jedesmal den Kopf mit Salzwasser durchspülen.</p>
<p>Wir gaben den Versuch auf, die grossen Wellen weiter draussen zu erreichen, aber das war wohl ohnehin besser so. Wir übten uns mit den anderen Kindern an den kleineren Wellen und siehe da, es geht doch! Stilsicher mit den Armen rudernd brauste ich mit Höchsttempo auf meiner 30cm Welle richtung Strand. Ivo beherrschte das Surferhandwerk besser als ich, da er schon in Australien gesurft war.</p>
<p>Wir absolvierten knapp unsere Stunde, bevor wir entkräftet wieder an Land paddelten. Noch eine Portion Sonne, bevor wir uns für den Abend stärkten. Hauptattraktion Nummer Zwei in Kuta ist das Nachtleben und wir wollten uns die niveaulosen Aussies zumindest einmal antun. Wenn schon denn schon steuerten wir gleich einmal den grössten aller hiesigen Clubs an. Der Nachtklub &#8220;Kuta Skygarden&#8221; ist nicht nur ein Club, sondern gleich 8 in einem. Wir betraten diesen Spasstempel, bezahlten den horrenden Eintritt und wurden höchst professionell und effizient hinengeschleust. Eintritt bezahlen &#8211; Startgetränk wählen &#8211; Abholen &#8211; Trinken &#8211; Spass haben &#8211; heimgehen. Das Prozedere läuft perfekt organisiert ab und eine extra Startgetränk-Bar münzt das Ticket in Flüssiges um. Das industralisierte Spass-Haben. Endlich drin hatten wir mühe uns in diesem hedonistischen Labyrinth zurechtzufinden. Auf drei Stockwerken befinden sich vier grosse Dancefloors und mehrere Bars, die sich gegenseitig mit der Lautstärke zu überbieten versuchen. Wir flüchteten uns erst mal auf die Rooftop Bar und planten den Partyabend aus sicherem Abstand. Gleich nebenan übrigens das grosse Denkmal für die Bombenanschläge einiger nicht ganz so hedonistisch veranlagter Fundamentalisten im Jahr 2006, die 200 Partygänger das Leben kostete.</p>
<p>Schritt für Schritt erkundeten wir das verwinkelte Labyrinth aus Gängen, Treppen, Strobolicht und Techno bis dann der Abend auch irgendwann zu Ende war und wir mit leeren Taschen und vollen Ohren nach hause schwippsten. Heute lagen wir ereignislos am Strand herum und nahmen die Verkäufer auf den Arm, die einem unablässig Armbändeli, Kokosnüsse, Kokain, Pfeilbogen und weiss der Gugger was verkaufen wollen. Mein Name ist Gollum aus Mordor, Quabumbuli aus Polen oder wir kommen aus Nigeria, man hat uns alles abgekauft. Ob denn Mordor auch an der Fussball-WM teilnehme?</p>
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<p>Ich habe bald genug von diesem Touristenmekka und freue mich, wieder in authentischere Gebiete vorzudringen. Leider müssen wir noch für eine Weile in der näheren Umgebung verbleiben, da ich mein Visa verlängern muss und die Bürokratie der Immigrationsbehörden leider nicht halb so effizient funktioniert wie der Schnapskonsum.</p>
<p>Bis zum nächsten Mal!</p>
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		<title>Butterbrote und Seesterne</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jul 2014 12:04:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach unserer ersten strengen Woche wollten wir uns fürs erste einfach mal erholen. Wir entschieden uns zusammen mit weiteren Reisegefährten (Aus Team Bromo wurde Team Bali) uns im Norden anzusiedeln und fuhren mit dem Minivan nach Lovina, ein gemütliches, aber doch eher touristisches Dörfchen an der Nordküste von Bali. Die örtliche Reisemafia empfing uns gebührend und stellte uns freundlicherweise ein Dutzend ausgebildete Reiseführer zur Seite, die uns zielstrebig in irgendwelche zwielichtigen Absteigen führen wollten. Wir konnten dem verlockenden „Very cheap, mister, very nice, yes, yes“ widerstehen und fanden...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nach unserer ersten strengen Woche wollten wir uns fürs erste einfach mal erholen. Wir entschieden uns zusammen mit weiteren Reisegefährten (Aus Team Bromo wurde Team Bali) uns im Norden anzusiedeln und fuhren mit dem Minivan nach Lovina, ein gemütliches, aber doch eher touristisches Dörfchen an der Nordküste von Bali.</p>
<p>Die örtliche Reisemafia empfing uns gebührend und stellte uns freundlicherweise ein Dutzend ausgebildete Reiseführer zur Seite, die uns zielstrebig in irgendwelche zwielichtigen Absteigen führen wollten. Wir konnten dem verlockenden „Very cheap, mister, very nice, yes, yes“ widerstehen und fanden das vorher ausgesuchte Harris Hostel. Eine freundliche, ausgewanderte Deutsche empfing und half uns, uns im Dorf zurechtzufinden, welches hauptsächlich aus kleinen Läden und Bars bestand.</p>
<p><span id="more-324"></span></p>
<p>Das geplante Nichtstun wurde vorerst verschoben, scheinbar schienen unsere Kumpanen reichlich mehr Energie übrig zu haben als wir. Seit der Vulkanbesteigung waren wir schon 18 Stunden wach und ich wäre nach dem Essen gerne einfach untergetaucht, doch auf dem Programm stand ausgiebiges Feiern. Das hatten wir versucht, doch als halbschlafende Untote trugen Ivo und ich wenig zur Stimmung bei und nach 22 Stunden Wachsein gaben wir auf. Pfeif auf den Partylöwenruf, wir gehen jetzt ins Bett.</p>
<p>Der nächste Tag war wie gewünscht ereignislos. Wir schnorchelten im Meer, lagen am Strand, surften ein bisschen im Internet und lagen in allen erdenklichen Positionen herum und schliefen. Wir entdeckten eine deutsche Bäckerei, die tatsächlich gutes, wirklich gutes Brot backt. So etwas ist in Asien sonst nicht auffindbar und wir genossen ein paar feine Butterbrote! Unsere schon länger reisenden Kameraden konnten es kaum fassen, endlich wieder einmal Brot essen zu dürfen. Abends war das WM-Spiel Holland vs. Mexiko und die grosse Überzahl von Holländern hier bestimmte das Abendprogramm. Kurzerhand wurden wir mit oranger Bekleidung ausgestattet und stimmten uns schon mal mit einem Gläschen Arak auf das Spiel ein. Im Stillen für Mexiko jubelnd feierten wir halbherzig interessiert am unverdienten Sieg der Holländer mit. Viel spannender fand ich die Diskussion mit einem neuen Bekannten, einem Reisenden aus Deutschland, der seit drei Jahren unterwegs ist und beinahe schon überall war. Er erzählte mir Geschichten aus Usbekistan und dem Iran, Ländern die mich auch reizen und irgendwann an die Reihe kommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Siegesfeier endete etwas feuchter als geplant und am nächsten Tag sahen wir beunruhigt unserer bevorstehenden Busreise entgegen, unwissend, was denn unsere Mägen zu dieser Reise meinen. Wir verabschiedeten uns vorerst von Team Bali, welches noch länger in Lovina bleibt. Das nächste Ziel war Pemuteran, ein Dorf weiter westlich, nahe eines traumhaften Tauchgebietes, welches wir erkunden wollten. Die Busfahrt dauerte kürzer als erwartet und wir erreichten unser Ziel unbeschadet. Neu in unserer Begleitung war Heiko aus Deutschland, der mit seinem Roller schon bald zwei Monate auf Bali herumfährt und die Insel kennt wie seine Hosentasche.</p>
<p>Zu dritt mit drei Rucksäcken schlingerten wir auf einem Roller durch die Gegend. Die tiefen Sicherheitsstandards in Indonesien bringen auch ihre Vorteile J. Wir suchten uns eine günstige Bleibe und fanden abseits ein gemütliches Homestay mit kleinen Bungalows. Die Preise hier sind deutlich höher und wir bezahlen horrende 15 Fr. pro Nacht und Zimmer. Wir waren primär zum Tauchen und Sonnenbaden hier und suchten uns als Erstes einen Tauchanbieter. Zum Glück haben wir erste, günstige Angebote ausgeschlagen und haben ein geniales Dive Center namens Reef Seen gefunden. Die „very british“ Betreiberin Amanda empfing uns mit ihrem Königshausenglisch und ich habe sie von Anfang an ins Herz geschlossen, eine liebenswürdige Frau, die das Ganze sehr professionell betreibt. Hier buchten wir einen Introduction-Dive für Ivo, der noch nie Tauchen war und ein Refresh-Kurs für mich, da mein letzter Tauchgang schon drei Jahre zurückliegt und ich kaum noch mehr wusste, als das man halt Luft aus der Flasche atmen muss.</p>
<p>Am nächsten Morgen starteten wir mit einer kurzen Theorieeinweisung und dann ging es auch schon los ins Wasser. Direkt am Strand begann das Korallenriff und nach kleinen Startschwierigkeiten von Ivo sanken wir gemächlich ins tiefe blaue Meer. Wir schwebten schwerelos durch Korallenlandschaften, umgeben von kleinen Fischen, Seesternen und anderen dubiosen Meeresgestalten, denen man lieber nicht zu nahe kommt.</p>
<p>Das Tauchen war absolut genial und für den nächsten Tag organisierten wir gleich noch einen Tauchgang auf der nahe gelegenen Insel Palau Menjangan, einem der Tauch Hotspots in Indonesien. Der Rest des Tages schnarchten wir am Strand vor uns hin und jagten dem Hund hinterher, der unaufhörlich unsere Flipflops stibitzte und in den nahen Wald trug.</p>
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<p>Abends verfolgten wir das schweizer WM-Spiel, diesmal herzhaft begeistert! Inkusive Verlängerung wurde es aber sehr spät und wir waren erst nach zwei Uhr im Bett. Der Tauchgang am nächsten Tag war wie erwartet traumhaft! Am Morgen tauchten wir einer 60 Meter tiefen senkrechten Felswand entlang, die über und über mit Korallen bewachsen war und von einer Vielfalt von Meeresbewohnern besiedelt war. Nach dem Mittagessen und einer Kappe Schlaf tauchten wir an einem neuen Tauchspot unter See und schlängelten uns durch malerische Korallengärten. Ivo beherrscht das Tauchhandwerk bereits erstaunlich gut und wir konnten alle problemlos auf derselben Höhe bleiben. Hier haben wir sogar zwei Schildkröten entdeckt!</p>
<p>Tauchen macht müde und so verbrachten wir den Rest des Tages wieder einmal mit Schlafen. Ich muss aufpassen, mich nicht an dieses Leben zu gewöhnen, sonst werden die Abenteuer in diesem Blog spärlich ausfallen!</p>
<p>Morgen reisen wir weiter (falls wir nicht zu faul sind) und berichten bald von neuen Abenteuern.</p>
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		<title>Ein Spektakel von Farben auf dem Kawah Ijen</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jun 2014 05:34:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir waren langsam gut geübt im Kurzschlaf, doch 1:30 war doch sehr früh um aufzustehen! Dies war aber nötig, da wir das &#8220;Blue Fire&#8221; besichtigen wollten. Dies war eine Schwefelquelle im Inneren des Vulkankraters von Kawah Ijen. Durch die Hitze entzündet sich das Schwefelgas und brennt in wunderschönen blauen Flammen, die man nur bei Nacht sehen kann. Wir starteten die gross angekündigte Wanderung, die sich als einstündiger Spaziergang entpuppte, allerdings war es ganz schön steil! Und stockfinster! Wir tappten uns den Berghang hoch bis zum Kraterrand, wo wir...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir waren langsam gut geübt im Kurzschlaf, doch 1:30 war doch sehr früh um aufzustehen! Dies war aber nötig, da wir das &#8220;Blue Fire&#8221; besichtigen wollten. Dies war eine Schwefelquelle im Inneren des Vulkankraters von Kawah Ijen. Durch die Hitze entzündet sich das Schwefelgas und brennt in wunderschönen blauen Flammen, die man nur bei Nacht sehen kann.</p>
<p><span id="more-186"></span></p>
<p>Wir starteten die gross angekündigte Wanderung, die sich als einstündiger Spaziergang entpuppte, allerdings war es ganz schön steil! Und stockfinster! Wir tappten uns den Berghang hoch bis zum Kraterrand, wo wir in den immer noch aktiven Krater hinunterstiegen. Schon jetzt stieg uns der beissende Dampf der Schwefelquelle in die Nase. Auf dem Weg begegneten wir den Minenarbeitern, die die Schwefelbrocken ins Tal schleppten. Diese unscheinbaren kleinen alten &#8220;Mannli&#8221; schleppten jeweils 70 &#8211; 100 Kilo (!!) Schwefelgestein auf ihren Schultern den mühsamen Pfad hinauf zum Kraterrand.</p>
<p>Am Kraterboden angekommen empfing uns ein unglaubliches feuriges Spektakel. So etwas habe ich noch nie gesehen! Mitten in der Felswand loderte ein Feld von blauen Flammen, umgeben von dicken Rauchschwaden. Wir näherten uns so gut es ging, da der Schwefelgestank betäubend war und der Rauch in den Augen biss. Kawah Ijen bietet das grösste Schwefelvorkommen in Indonesien und ist neben Island der einzige Ort, wo man diese blauen Flammen bestaunen darf. Wir experimentierten mit unserer Kamera und flüchteten jeweils von annahenden Rauchschwaden. Mittendrin schufteten die Minenarbeiter und schlugen Schwefelbrocken aus den Felsen, für welche sie pro Kilo 800 Rupiah (etwa 6 Rappen) erhalten.</p>
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<p>Schon bald hielten wir es nicht mehr aus und machten uns auf den Rückweg zum Kraterrand, um den Sonnenaufgang zu bestaunen. Später habe ich im Internet herausgefunden, dass es sehr gefährlich ist, sich dem Krater zu nähern, da der Vulkan jederzeit wieder ausbrechen könnte, aber mit der Sicherheit nehmen es die Indonesier ohnehin nicht so genau.</p>
<p>Wir haben die Erlebnisse im Krater kaum fertig verabeitet, als wir schon von der nächsten atemberaubenden Aussicht überwältigt wurden. Die Sonne ging auf und färbte die mystische Vulkanlandschaft in allen Farben ein. Das Nebelmeer im Hintergrund färbt sich rot, der Himmel schillerte in Blautönen und der Kratersee leuchtete grün, umgeben von den gelben Schwefelfelsen. Die Aussicht war einfach unglaublich und etwas vom schönsten, dass ich je gesehen habe.</p>
<p>Wir wanderten auf dem Kraterrand herum und schossen Fotos im Sekundentakt, in der Hoffnung, diesen magischen Moment irgendwie festhalten zu können. Hier blieben wir noch eine Weile, bevor wir uns wieder auf den Abstieg ins Tal begaben. Unterwegs versuchten wir, eine der Ladungen der Arbeiter anzuheben. Wir konnten so knapp aufrecht stehen mit den Achtzig Kilo auf dem Rücken (2 Körbe und ein Bambusstab), doch die Vorstellung, damit auch nur 10 Meter zu laufen, war unvorstellbar. Ivo hat es dann fertiggebracht, dass die Körbe beim Absetzen umkippten und die halbe Ladung Schwefel den Hang hinunterkullerte. Der Arbeiter war nicht gerade erfreut, dass seine mühsam hochgeschleppte Beute in kleine Brocken zerfiel und peinlich getroffen entschädigten wir den Arbeiter mit einigen Rupiah, wahrscheinlich mehr als sein Tageslohn.</p>
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<p>Nach so viel Reisen, wenig Schlafen und Anstrengungen waren wir erschöpft und freuten uns auf das nächste Ziel, die Sandstrände in Bali! Die Etappen wurden immer angenehmer und die letzte Busreise dauerte nun noch etwa 5 Stunden, inklusiv Fährenfahrt. Wie meistens wurden wir übers Ohr gehauen und bezahlten zu viel für die Reise. Die Polizeikontrolle am Hafen schien grosse Freude gehabt zu haben an dieser Busladung abgezockter Reisender und fotografierte uns grinsend. Wahrscheinlich hängt unser Foto jetzt an der &#8220;Wall of Fame&#8221; Der abgezockten Touristen.</p>
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<p>Jetzt ist erst einmal Erholung am Strand angesagt, bis wir uns wieder auf Abenteuer wagen.</p>
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		<title>Von endlosen Busfahrten und mystischen Mondlandschaften</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jun 2014 04:54:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unsere nächste Reise führte uns in den östlichen Teil der Insel Java zum Gunung Bromo, einem wunderschönen Vulkan. Die Reise dahin ist allerdings schon eine Erzählung für sich wert. Im Travel Office erzählte man uns, die Busfahrt würde 10 Stunden dauern. Wir haben uns dann auf eine 12-stündige Fahrt eingestellt und starteten unsere Reise am nächsten morgen gut ausgeschlafen, was taktisch sehr unklug war. Zusammen mit 14 anderen Reisenden wurden wir in eine Zwölfplätzer Konservenbüchse gepfercht, die Zwischenräume wurden fachmännisch mit den nicht einberechneten Rucksäcken aufgefüllt. Der Viehtransport...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere nächste Reise führte uns in den östlichen Teil der Insel Java zum Gunung Bromo, einem wunderschönen Vulkan. Die Reise dahin ist allerdings schon eine Erzählung für sich wert. Im Travel Office erzählte man uns, die Busfahrt würde 10 Stunden dauern. Wir haben uns dann auf eine 12-stündige Fahrt eingestellt und starteten unsere Reise am nächsten morgen gut ausgeschlafen, was taktisch sehr unklug war.</p>
<p><span id="more-181"></span></p>
<p>Zusammen mit 14 anderen Reisenden wurden wir in eine Zwölfplätzer Konservenbüchse gepfercht, die Zwischenräume wurden fachmännisch mit den nicht einberechneten Rucksäcken aufgefüllt. Der Viehtransport setzte sich langsam in Bewegung und schlich sich durch den stockenden Verkehr.</p>
<p>Ausnahmsweise wünschte ich mir die eisige Klimaanlaage der Zugfahrt zurück, denn in der fahrenden Sardinenbüchse wurde es ganz schön warm. Unterwegs verbrachten wir unsere Zeit mit Plaudern, Schlafen, aus dem Fenster schauen, Sitzposition verändern und Karten spielen. Wir haben unterwegs eine Menge neue Reisende kennen gelernt. Ähnlich wie bei meiner letzten Reise haben die meisten eine ähnliche Route und man begegnet sich immer wieder.</p>
<p>Unvorteilhafterweise funktionierte Google Maps auf meinem Handy und ich konnte jeweils feststellen, wie wenig weit unsere Reise schon fortgeschritten war. Langweilig wurde es aber nicht, da unser hirnverbrannter Fahrer stets dafür sorgte, dass wir aufregende Nahtoderlebnisse hatten. Mit stetigem Gehupe kurvten wir mit gut 100 km/h auf der Gegenfahrbahn um die anbrausenden Lastwagen herum und das, nachdem der Fahrer uns stolz verkündete, seit zwei Tagen nicht mehr geschlafen zu haben und immer noch fahren zu können.</p>
<p>Nachdem ich ungefähr 10 Mal mit meinem Leben abgeschlossen habe, liess die Schockwirkung langsam nach und ich war einfach nur froh, bald schadlos anzukommen. Die Fahrt dauerte schlussendlich 16 Stunden am Stück und unser Hinflug im Flugzeug mit Verpflegung und Unterhaltung erschien in der Retrospektive plötzlich sehr angenehm.</p>
<p>Spät abends angekommen konnten wir uns im einheimischen Dorfladen noch kurz verpflegen und uns gemeinsam mit den lokalen Arbeitern über das abgebrochene TV-Signal der Fussballweltmeisterschaft aufregen. Danach ging es für flotte drei Stunden ins Bett, denn um 3:30 war schon wieder Tagwach. Auf dem Plan stand der Sonnenaufgang in der Vulkanlandschaft. Im übrigen ist die Tropenhitze dem kalten Bergklima gewichen und es war in der Nacht um die 5° C. Die kurze Nacht zahlte sich mehrfach aus, denn die Aussicht war atemberaubend. Mit einem Jeep fuhren wir zum steilen Aussichtspunkt, von wo wir eine unglaubliche Aussicht genossen. Danach bestiegen wir den kleinen Vulkan selber und konnten den Krater bestaunen. Die Geruchskulisse wechselte zwischen Pferdedung und faulen Eiern (Schwefel), doch das konnte das wunderbare Erlebnis nicht trüben.</p>
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<p>Nach der Rückkehr zum Dorf konnten wir uns kaum halten, denn wir freuten uns so sehr auf den nächsten endlosen Viehtransport im Minivan! Diesmal dauerte die Reise nur 8 Stunden, was uns schon als Kurztrip vorkam. Glücklicherweise konnten wir diesesmal bessere Plätze ergattern und die Beine einigermassen strecken. Auch dieses Mal sind wir irgendwann angekommen in Sempung, einem Bergdorf nahe des Kawah Ijen, unserem nächsten vulkanischen Ziel. Hier wurden wir überrascht von einer schönen Unterkunft, sogar mit Pool und Whirlpool (oder zumindest eine warme, braune Brühe). Die nächste Nacht war noch kürzer, denn diesmal mussten wir schon um 1:30 wieder los. Doch dazu mehr im nächsten Beitrag!</p>
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		<title>Nächste Haltestelle: Yogyakarta, das kulturelle Zentrum von Java</title>
		<link>https://indonesia.robertkrieg.ch/naechste-haltestelle-yogyakarta-das-kulturelle-zentrum-von-java/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2014 05:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit unserem einzigartigen Schlafrhytmus sind wir bereits um vier Uhr morgens aufgewacht und sassen in der Lobby unseres Hostels, als uns ein älterer indonesischer Herr Gesellschaft leistete, der erstaunlich gut Englisch sprach. Bis zum Tagesbeginn haben wir mit ihm ausführlich über Indonesien, Politik, Gott und die Welt diskutiert, was sehr spannend und informativ war. Selbst über heiklere Themen wie Religion und Sex konnten wir reden. Um Acht Uhr begaben wir uns per Petak zum Bahnhof, wo wir erstaunlich problemlos ein Zugsticket nach Yogyakarta buchten. Verhältnismässig haben wir ein...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit unserem einzigartigen Schlafrhytmus sind wir bereits um vier Uhr morgens aufgewacht und sassen in der Lobby unseres Hostels, als uns ein älterer indonesischer Herr Gesellschaft leistete, der erstaunlich gut Englisch sprach. Bis zum Tagesbeginn haben wir mit ihm ausführlich über Indonesien, Politik, Gott und die Welt diskutiert, was sehr spannend und informativ war. Selbst über heiklere Themen wie Religion und Sex konnten wir reden.</p>
<p>Um Acht Uhr begaben wir uns per Petak zum Bahnhof, wo wir erstaunlich problemlos ein Zugsticket nach Yogyakarta buchten. Verhältnismässig haben wir ein 1. Klasse Ticket gekauft, was sich durch die Anwesenheit einer Klimaanlaage auszeichnet. Wir suchten unsere Plätze und setzten uns in den mobilen Gefrierschrank, in welchem wir gut eingepackt unsere 8-stündige Fahrt nach Osten begannen. Die Reise führte durch malerische Landschaften, endlose Reisfelder und Slum Siedlungen.</p>
<p><span id="more-139"></span></p>
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<p>Mit üblicher zweistündiger Verspätung kamen wir abends in Yogyakarta an, einst das Machtzentrum von Java und heute das kulturelle Zentrum, eine mittelgrosse, schöne Studentenstadt. Hier ist alles etwas gelassener als in Jakarta und auch etwas kühler, das heisst es braucht etwa 30 Sekunden länger, bis einem der Schweiss herunterläuft.</p>
<p>In einem Quartier kleiner verworrener Gassen hat es unzählige günstige Hostels (hier heisst das &#8220;Losmen&#8221;), welche meist ausgebucht waren. Wir haben dann doch ein gemütliches Zimmer gefunden. Der Eingang führ direkt durch das Wohnzimmer der ansässigen Familie. Hier grinst uns jeweils das 1.40m kleine, alte Mütterchen an, wenn wir nach Hause kommen und leider die halbe Familie aufwecken, die vor der Eingangstüre liegt.</p>
<p>Wir haben für den nächsten Tag gleich einen Ausflug zu den lokalen Sehenswürdigkeiten, sprich Tempeln gebucht. Da diese bei Sonnenaufgang am schönsten seien, haben wir uns überreden lassen, morgens um vier zu starten. Das lag ja passend in unserem Rhytmus. Gut unausgeschlafen tuckerten wir am Morgen auf einen Hügel, um <em>Borobodur</em>, den grössten buddhistischen Tempel der Welt, im Sonnenaufgang zu bestaunen. Dieser entschied sich leider just bei Sonnenaufgang, sich lieber im Nebel zu verstecken. Aber wir konnten zumindest in der Ferne die Flanken der riesigen Vulkane erahnen. Danach ging es weiter zum Tempel selbst, ein riesiges Bauwerk aus dem 8. Jahrhundert. Zusammen mit einer Million Anderer, meist lokalen Touristen und Schulklassen kraxelten wir auf dem monumenalen Steinhaufen herum. Wieder einmal waren wir die Hauptattraktion und mussten für dutzende Fotosessions bereit stehen und mit den  Schülern Englisch üben. Ich glaube wir beginnen bald, Geld für die Fotos zu verlangen, das wäre eine sichere Quelle, unsere Reise zu finanzieren.</p>
<p>Der nächste Stop war der hinduistische Tempel <em>Prambanan</em>, der sich architektonisch sehr von Borobodur unterscheidet und mich stark an Angkor Wat in Kambodscha erinnerte. Unsere Tempelenergie war schon niedrig und nach dem nächsten Überfall der Schülerhorden versteckten wir uns im Museum.</p>
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<p>Zurück zu Hause haben wir erst einmal geschlafen und uns abends zum Nachtessen mit unseren neuen Reisekumpanen aus Kanada, Finnland und Holland verabredet. Nach dem Essen begaben wir uns in die Bar &#8220;Lucifer&#8221;, die hier unbehelligt in einem muslimischen Land stehen darf. Eine Bar weiter wurden wir von einer ausgezeichneten Liveband überrascht, welche eine wirklich grandiose Show bot und die Top 100 der Rock Evergreens bestens beherrschte. Die Musik war so laut, das es sogar das allgegenwärtige Gejaule der Muhezzins übertönte. Allah vs. Axel Rose, quasi. Ich finde es spannend, wie viele gegensätzliche Dinge in diesem Land scheinbar ohne Probleme miteinander auskommen.</p>
<p>Als die Band in den nächsten Club zog, sind wir ihnen wie Groupies gefolgt und konnten trotz gross ausgeschildertem Flip-Flop und Kurze-Hosen-Verbot passieren. Dort haben noch lange weiter gefeiert. Als der unersättliche Muhezzin seine Arbeit frühmorgens wieder aufnahm und die Allaaaaaah-Chöre über die langsam erwachende Stadt hallten wie das ferne Jaulen eines Wolfsrudels, lagen wir längst eingekuschelt in unsere nicht vorhandenen Decken und schlummerten friedlich.</p>
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<p>Heute führen wir den Haushalt nach und sorgen für frische Wäsche und einen Reiseplan. Morgen ziehen die Gefährten weiter in den Osten zum Mt. Bromo, dem einsamen Vulkan.</p>
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		<title>Willkommen im Chaos von Jakarta</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jun 2014 15:30:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nach langem Flug sind wir in den frühen Morgenstunden in Jakarta angekommen. Nachdem uns die Hitze den ersten Schlag versetzte und wir auch der Taxifahrer Zombie Apokalypse entkamen, fuhren wir mit einem vertrauenswürdig aussehenden Fahrer in die Innenstadt. Wir machten uns auf nach Jalan Jaksa, einem günstigen Backpacker Viertel in der Stadt. Im Hostel 35 haben wir uns eine schöne Vier-Quadratmeter-Besenkammer ergattert, in der ich jetzt gerade vor mich hin schmachte. Die Nacht kostet 130&#8217;000 Rupiah, nicht einmal 10 Franken. Der etwas mysteriöse Betreiber des Hostels sitzt 24h...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nach langem Flug sind wir in den frühen Morgenstunden in Jakarta angekommen. Nachdem uns die Hitze den ersten Schlag versetzte und wir auch der Taxifahrer Zombie Apokalypse entkamen, fuhren wir mit einem vertrauenswürdig aussehenden Fahrer in die Innenstadt. Wir machten uns auf nach Jalan Jaksa, einem günstigen Backpacker Viertel in der Stadt.</p>
<p>Im Hostel 35 haben wir uns eine schöne Vier-Quadratmeter-Besenkammer ergattert, in der ich jetzt gerade vor mich hin schmachte. Die Nacht kostet 130&#8217;000 Rupiah, nicht einmal 10 Franken. Der etwas mysteriöse Betreiber des Hostels sitzt 24h an seinem Tisch und starrt die Wand an, er scheint ohne Beschäftigung auszukommen. Ansonsten ist es sehr schön, wenn auch sehr einfach. Die Toilette ohne Sitz sorgt für das tägliche Oberschenkeltraining.</p>
<p><span id="more-114"></span></p>
<p>Nach einer kurzen Verpflegungspause machten wir uns auf, die nähere Umgebung zu erkunden. Wir besorgten uns einen Stadtplan und einige Tips einer freundlichen Dame vom kleinen Tourist Office, welche uns leider nicht daran hinderten uns komplett zu verlaufen. Auf der Suche nach dem grossen Denkmalpark im Stadtzentrum irrten wir durch endlos lange Strassen und übten uns in der Strassenüberquer-Mutprobe: Einfach in den rollenden Verkehr hineinlaufen, beten und hoffen dass sich die Blechlawine teilt wie das Wasser bei Moses. Nach unserer Vorstadt Odysee haben wir den Park endlich doch noch gefunden und setzten uns mit letzten Kräften auf den Rasen vor einem riesigen Turm, welcher das Zentrum des Parks ausmachte. Es hatte viele Schulklassen und einheimische Touristen, doch die eigentliche Sehenswürdigkeit war nicht der Turm, sondern scheinbar wir. Nach einigem Herumdrucksen fragte die erste Familie, ob sie ein Foto mit uns machen dürfen. Als wir einwilligten, sprach sich herum, dass man hier Bule&#8217;s (so werden Westler hier genannt) begutachten und fotografieren darf. So standen wir Modell für einige Fotosessions, wohl weil wir so eigenartig aussehen <img src="https://indonesia.robertkrieg.ch/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif" alt=":)" class="wp-smiley" /> </p>
<p>Auf dem Heimweg überraschte uns der erste Tropenregen, welchem wir mit einem kleinen Petak (indonesische Tuk-Tuk&#8217;s) entkamen. Zurück in der Besenkammer stellten wir fest, das wir seit der Schweiz gar nie mehr geschlafen haben und legten uns kurz aufs Ohr. Aus Kurz wurde Lang und wir wachten erst auf, als es schon wieder dunkel war. Ansonsten ist die Schlafqualität hier eher mässig wegen der Hitze, aber auch wegem den nicht aufhören zu wollenden Gejodel des Muhezzins aus den krächzenden Lautsprechern der Moschee, die taktisch unklug gleich zwei Häuser neben unserem Hostel liegt.</p>
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<p>Leicht plem plem machten wir uns auf, Jakarta bei Nacht zu erkunden. Nach einem Bier und etwas Recherche machten wir uns auf zu einem Club namens Red Square im Süden Jakartas. Auf dem Hinweg mit dem Taxi standen wir abends um 11 eine Stunde im Stau fest. Der Verkehr ist hier durchgehend etwa so flott unterwegs wie vor dem Gotthard an Ostern. Wir haben es dann doch noch geschafft und wurden nicht enttäuscht!</p>
<p>Ich behalte die Details des Nachtlebens für mich, aber wer denkt, die Hauptstadt des grössten muslimischen Landes der Welt sei eher zurückhaltend liegt falsch. Nach einer wilden Nacht landeten wir früh morgens wieder zuhause, als Sonne und Muhezzin längst wieder auf Hochtouren waren. So haben wir heute auch am zweiten Tag mehr oder weniger geschlafen, wir bekämpfen Jetlag einfach proaktiv mit noch weniger Rhytmus.</p>
<p>Morgen geht es dann weiter nach Yogjakarta mit dem Zug!</p>
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		<title>Bald geht es los!</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jun 2014 16:46:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am Freitag geht es auf in den Osten! Irgendwie sind wir noch gar nicht ready, aber das gibt sich dann wohl, wenn wir im Flugzeug sitzen. Morgen überlege ich mir mal, was ich eigentlich so mitnehmen muss, die Reisevorbereitungen waren bis jetzt eher mässig Heute haben wir noch einmal anständig Pasta vertilgt, bevor dann unsere Reiskur beginnt! Auf der Packliste stehen Badehosen, ordentlich Durchfall-Medis und ääh&#8230;stimmt, eine Packliste wäre nicht schlecht! Die nächsten Nachrichten erhaltet ihr dann aus Jakarta, wo das Abenteuer beginnt! Nach einer Woche beginnt dann...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag geht es auf in den Osten! Irgendwie sind wir noch gar nicht ready, aber das gibt sich dann wohl, wenn wir im Flugzeug sitzen. Morgen überlege ich mir mal, was ich eigentlich so mitnehmen muss, die Reisevorbereitungen waren bis jetzt eher mässig <img src="https://indonesia.robertkrieg.ch/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif" alt=":)" class="wp-smiley" />  Heute haben wir noch einmal anständig Pasta vertilgt, bevor dann unsere Reiskur beginnt! Auf der Packliste stehen Badehosen, ordentlich Durchfall-Medis und ääh&#8230;stimmt, eine Packliste wäre nicht schlecht!</p>
<p><span id="more-98"></span></p>
<p>Die nächsten Nachrichten erhaltet ihr dann aus Jakarta, wo das Abenteuer beginnt! Nach einer Woche beginnt dann der Ramadan, haben wir herausgefunden, mal sehen ob wir dann noch etwas in den Bauch bekommen! Bevor wir in Askese gehen werden wir noch ordendlich um die Häuser ziehen! Bis dann!</p>
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