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	<title>Indonesia 2014 &#187; Wolkenmeer</title>
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	<description>Röbi, Ivo und Duro auf Reisen</description>
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		<title>Ein Spektakel von Farben auf dem Kawah Ijen</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jun 2014 05:34:49 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir waren langsam gut geübt im Kurzschlaf, doch 1:30 war doch sehr früh um aufzustehen! Dies war aber nötig, da wir das &#8220;Blue Fire&#8221; besichtigen wollten. Dies war eine Schwefelquelle im Inneren des Vulkankraters von Kawah Ijen. Durch die Hitze entzündet sich das Schwefelgas und brennt in wunderschönen blauen Flammen, die man nur bei Nacht sehen kann.</p>
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<p>Wir starteten die gross angekündigte Wanderung, die sich als einstündiger Spaziergang entpuppte, allerdings war es ganz schön steil! Und stockfinster! Wir tappten uns den Berghang hoch bis zum Kraterrand, wo wir in den immer noch aktiven Krater hinunterstiegen. Schon jetzt stieg uns der beissende Dampf der Schwefelquelle in die Nase. Auf dem Weg begegneten wir den Minenarbeitern, die die Schwefelbrocken ins Tal schleppten. Diese unscheinbaren kleinen alten &#8220;Mannli&#8221; schleppten jeweils 70 &#8211; 100 Kilo (!!) Schwefelgestein auf ihren Schultern den mühsamen Pfad hinauf zum Kraterrand.</p>
<p>Am Kraterboden angekommen empfing uns ein unglaubliches feuriges Spektakel. So etwas habe ich noch nie gesehen! Mitten in der Felswand loderte ein Feld von blauen Flammen, umgeben von dicken Rauchschwaden. Wir näherten uns so gut es ging, da der Schwefelgestank betäubend war und der Rauch in den Augen biss. Kawah Ijen bietet das grösste Schwefelvorkommen in Indonesien und ist neben Island der einzige Ort, wo man diese blauen Flammen bestaunen darf. Wir experimentierten mit unserer Kamera und flüchteten jeweils von annahenden Rauchschwaden. Mittendrin schufteten die Minenarbeiter und schlugen Schwefelbrocken aus den Felsen, für welche sie pro Kilo 800 Rupiah (etwa 6 Rappen) erhalten.</p>
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<p>Schon bald hielten wir es nicht mehr aus und machten uns auf den Rückweg zum Kraterrand, um den Sonnenaufgang zu bestaunen. Später habe ich im Internet herausgefunden, dass es sehr gefährlich ist, sich dem Krater zu nähern, da der Vulkan jederzeit wieder ausbrechen könnte, aber mit der Sicherheit nehmen es die Indonesier ohnehin nicht so genau.</p>
<p>Wir haben die Erlebnisse im Krater kaum fertig verabeitet, als wir schon von der nächsten atemberaubenden Aussicht überwältigt wurden. Die Sonne ging auf und färbte die mystische Vulkanlandschaft in allen Farben ein. Das Nebelmeer im Hintergrund färbt sich rot, der Himmel schillerte in Blautönen und der Kratersee leuchtete grün, umgeben von den gelben Schwefelfelsen. Die Aussicht war einfach unglaublich und etwas vom schönsten, dass ich je gesehen habe.</p>
<p>Wir wanderten auf dem Kraterrand herum und schossen Fotos im Sekundentakt, in der Hoffnung, diesen magischen Moment irgendwie festhalten zu können. Hier blieben wir noch eine Weile, bevor wir uns wieder auf den Abstieg ins Tal begaben. Unterwegs versuchten wir, eine der Ladungen der Arbeiter anzuheben. Wir konnten so knapp aufrecht stehen mit den Achtzig Kilo auf dem Rücken (2 Körbe und ein Bambusstab), doch die Vorstellung, damit auch nur 10 Meter zu laufen, war unvorstellbar. Ivo hat es dann fertiggebracht, dass die Körbe beim Absetzen umkippten und die halbe Ladung Schwefel den Hang hinunterkullerte. Der Arbeiter war nicht gerade erfreut, dass seine mühsam hochgeschleppte Beute in kleine Brocken zerfiel und peinlich getroffen entschädigten wir den Arbeiter mit einigen Rupiah, wahrscheinlich mehr als sein Tageslohn.</p>
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<p>Nach so viel Reisen, wenig Schlafen und Anstrengungen waren wir erschöpft und freuten uns auf das nächste Ziel, die Sandstrände in Bali! Die Etappen wurden immer angenehmer und die letzte Busreise dauerte nun noch etwa 5 Stunden, inklusiv Fährenfahrt. Wie meistens wurden wir übers Ohr gehauen und bezahlten zu viel für die Reise. Die Polizeikontrolle am Hafen schien grosse Freude gehabt zu haben an dieser Busladung abgezockter Reisender und fotografierte uns grinsend. Wahrscheinlich hängt unser Foto jetzt an der &#8220;Wall of Fame&#8221; Der abgezockten Touristen.</p>
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<p>Jetzt ist erst einmal Erholung am Strand angesagt, bis wir uns wieder auf Abenteuer wagen.</p>
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